Neue Veranstaltungsreihe: QueerKompass – Impulse für Communities in Bewegung

„Von Brave Spaces und Verbündet-sein!“

Do, 28.05.2020, 18-20 Uhr

Wie können wir in queeren Kontexten gut und solidarisch zusammenarbeiten, ohne Ausschlüsse zu produzieren oder  gesellschaftliche Ungleichheitsverhältnisse zu reproduzieren? Diese Frage ist gerade im Zuge der zunehmenden Sichtbarkeit von Diversität und Diskriminierungserfahrungen von Menschen mit verschiedenen geschlechtlichen Identitäten und sexuellen Orientierungen hochaktuell. Eine Möglichkeit stellen hierfür die Konzepte des "Verbündet-Seins" und der „Brave Spaces“ dar. Verbündete sind Mitglieder einer privilegierten Gruppe, die sich aktiv solidarisch und unterstützend verhalten, um der Diskriminierung ausgegrenzter Gruppierungen entgegenzuwirken. Im Zentrum steht dabei eine Haltung, die allen Menschen Teilhabe an gesellschaftlichen Ressourcen ermöglichen möchte, ohne dass dies einen direkten eigenen Vorteil verspricht. Das Konzept der „Brave Spaces“ ist in Weiterentwicklung der Forderung nach „Safer Spaces“ entstanden. Hier geht es darum anzuerkennen, dass wir in Räumen, in denen Menschen mit unterschiedlichen Erfahrungen und Positionierungen zusammen kommen, Verletzungen manchmal nicht verhindern können. Die Idee ist stattdessen Räume zu schaffen in denen wir darauf vertrauen können, dass es die Bereitschaft und erprobte Formen dafür gibt, sich kollektiv mit diesen verletzenden Erfahrungen auseinanderzusetzen.

In diesem Webinar werden wir uns mit dem Verbündeten-Konzept und unseren jeweiligen Positionierungen in einem Gefüge von Ausgrenzung und Partizipation beschäftigen. Wir wollen diskutieren – soweit es das Format hergibt, wie über eine Haltung des Verbündet-Seins ein inklusives und solidarisches Miteinander, also ein „Brave Space“, gestaltet werden kann, in dem sich alle anerkannt und repräsentiert fühlen.

Aufgrund der zeitlichen und technischen Rahmenbedingungen steht eine Einführung in die jeweiligen Konzepte im Mittelpunkt des Webinars. In wiefern die Impulse im Anschluss vertieft diskutiert und mit in unsere Arbeit genommen werden können, hängt von den weiteren Entwicklungen, insbesondere in Bezug auf Richtlinien für Bildungs- und Vernetzungsveranstaltungen offline, ab.

Referentin

Carolin Küppers ist wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt „Food for Justice“ an der FU Berlin und freiberufliche Trainerin in der politischen Bildungsarbeit mit Schwerpunkt auf geschlechtliche und sexuelle Vielfalt. Von 2015-2018 war sie Referentin für Bildung und Antidiskriminierung bei der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld.

Interesse?

Zur Teilnahme schickt uns bitte bis 25.5. eine e-Mail an anmeldung@schwules-netzwerk.de Das Seminar findet über Zoom statt, alle Teilnehmenden erhalten von uns einen Link und ein Passwort zur Teilnahme per e-Mail.


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