Vandalismus am Kölner Mahnmal für die queeren Opfer des Nationalsozialismus

Queerfeindlicher Vandalismus: am Kölner Mahnmal für die schwulen und lesbischen Opfer des Nationalsozialismus sind Schmierereien aufgetaucht. Das Queere Netzwerk und die Zauberflöten – Chor schwuler Männerverurteilen die Tat und fordern klare Positionierung gegen Queerfeindlichkeit und für eine würdige Erinnerungskultur.

Seit 1995 besteht das Mahnmal in Form eines Rosa Winkels, das in unmittelbarer Nähe zur Hohenzollernbrücke an diejenigen Mitglieder der queeren Communities erinnert, die in der Zeit des Nationalsozialismus kriminalisiert, verfolgt und getötet wurden. Gleichzeitig steht das Mahnmal in seiner Wiederaneignung des von den Nazis als Zeichen der Verfolgung genutzten Rosa-Winkel-Symbols für Stärke und Überlebenskraft der Communities.

Die Zauberflöten – Chor schwuler Männer als Paten des Mahnmals kümmern sich um Pflege und würdevollen Umgang mit dem Gedenkort und dokumentierten die Beschädigung. Eine Anzeige wegen Sachbeschädigung ist bereits erstattet. Die Stadtverwaltung ist über den Vandalismus ebenfalls informiert und hat die zeitnahe Reinigung des Gedenksteins zugesagt.

Als Queeres Netzwerk setzen wir uns dafür ein, die Erinnerung an die queeren Opfer des Nationalsozialismus auf würdige Art und Weise wach zu halten. Beschädigung und Beschmierung des Mahnmals stellen keine einfache Sachbeschädigung dar, sondern zeugen von Verharmlosung queerfeindlicher Verfolgung und von menschenfeindlichem Gedankengut. Der Vorfall zeigt daher auch, wie wichtig weiterhin Erinnerungskultur und aktive Antidiskriminierungspolitik sind.

Unsere Pressemitteilung zum Vorfall ist hier zu finden:


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