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Die Arbeit des Queeren Netzwerks NRW wird unterstützt und ermöglicht durch mehrere Verwaltungskräfte, die in unserer Geschäftsstelle in Köln tätig sind. Aktuell suchen wir zum 01.03.2021 oder später jeweils eine Verwaltungsfachkraft im Stellenumfang von 75% und 50%.   Zu den Aufgaben gehören:

Die Stellen sind zunächst befristet bis zum 31.03.2022. Eine Weiterbeschäftigung wird, abhängig von öffentlichen Zuwendungen, angestrebt. Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung mit aussagekräftigem Lebenslauf bis zum 30.01.2021 ausschließlich per Mail an: bewerbung@queeres-netzwerk.nrw. Angaben zu Geschlecht oder Familienstand sowie das Einsenden eines Fotos werden nicht erwartet. Uns ist es ein besonderes Anliegen viele Perspektiven in unsere Arbeit einzubeziehen und Diskriminierungen entgegenzuwirken. Wir laden daher Personen, deren Positionierungen in unserer Gesellschaft unterrepräsentiert sind, besonders zur Bewerbung ein. Die Bewerbungsgespräche finden voraussichtlich in der KW 5 in Köln oder online statt. Weitere Informationen finden Sie in unserer Stellenausschreibung Verwaltung 2021 (PDF).

Die NRW-Landesverbände der LSBTIQ* Communities protestieren gegen die geplante Streichung von Fördermitteln und fordern gerade jetzt den Erhalt und die Ausweitung der Senior_innenarbeit für Lesben und Schwule in NRW.

In Nordrhein-Westfalen leben mindestens 240.000 Lesben und Schwule ab 65 Jahren. Sie brauchen im Alter spezifische Angebote, damit sie nicht erneut in Unsichtbarkeit und Einsamkeit zurückfallen! Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels erhalten diese Themen auch für LSBTI* eine hohe gesellschaftliche Relevanz.

2011 hat das Land NRW diese Notwendigkeit erkannt und die Landesfachberatung gleichgeschlechtliche Lebensweisen in der offenen Senior_innenarbeit in NRW (rubicon e.V.) eingerichtet. Vollkommen unerwartet ist diese erfolgreiche Arbeit nun bedroht. Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales (MAGS) sieht im für 2021 geplanten Haushalt keine weitere Förderung vor.

Im Altenbericht 2020 „Alt werden in Nordrhein-Westfalen“, den Minister Laumann kürzlich vorstellte, wird dagegen eindeutig darauf verwiesen, dass „ältere Menschen mit nicht-heteronormativer Identität durch eine lebensweltorientierte Senior_innenarbeit gefördert werden.“ Im Aktionsplan der Landesregierung (Impulse 2020) heißt es: „Ein positives Beispiel ist die landesweite Fachberatung Gleichgeschlechtliche Lebensweisen in der offenen Senior_innenarbeit, zu deren Aufgaben es gehört, die Sichtbarkeit der älteren Lesben- und Schwulengeneration zu stärken und die Senior_innenarbeit für das Thema gleichgeschlechtliche Lebensweisen zu sensibilisieren.“

Die geplante Streichung der landesweiten Senior_innenarbeit für gleichgeschlechtliche Lebensweisen konterkariert diese Aussagen und steht den Zielen des Aktionsplans der Landesregierung insgesamt entgegen. Konkret bedeutet die geplante Streichung der Fördermittel das Ende des Projektes für lesbische und schwule Senior_innen in NRW und trifft damit eine Generation, die noch konkret von den diskriminierenden Auswirkungen des §175 betroffen war. Die Streichung führt nicht zum Abbau von Diskriminierung, sondern verstärkt Isolation und Ausgrenzung.

Dabei ist unbestritten, dass mit zunehmendem Alter die Zahl der Alleinstehenden steigt, wovon die Gruppe der LSBTIQ* im besonderen Maße betroffen ist. Viele der älteren LSBTIQ* leben ohne Familienbezug, wodurch auch Sorge- und Teilhabestrukturen fehlen. Andere Formen der sozialen Einbindung wie die Quartiers- und Senior_innenarbeit öffnen sich jedoch nur zögerlich für die „neue“ Zielgruppe und erst durch Initiierung und Begleitung der Fachstelle Senior_innenarbeit.

Die Erfahrung von andauernden Öffnungsprozessen machen unabhängig vom Thema alle LSBTIQ*-Sensibilisierungsprojekte. Der deshalb weiterhin bestehende Bedarf nach der Fachstelle Senior_innenarbeit ist daher kein Hinweis auf deren fehlenden Arbeitserfolg, sondern Ausdruck jahrzehntelang geprägter Strukturen, in denen die Bedarfe von LSBTI* konsequent und ausdauernd ignoriert oder unterdrückt wurden. Es braucht daher weiterhin ein entschlossenes, koordiniertes Handeln, um dem „Alter der Vielfalt“ den Weg zu ebnen und ein Altern in Würde für alle Menschen zu ermöglichen.

Die LSBTIQ* Landesverbände verurteilen die im Raum stehende Streichung der Senior_innenarbeit für gleichgeschlechtliche Lebensweisen aufs Schärfste. Wir fordern stattdessen die glaubwürdige Umsetzung des Aktionsplans für queeres Leben in NRW und sehen die Politik in der Verantwortung, den Erhalt der landesweiten Senioren_innenarbeit und den Ausbau um die Handlungsbereiche trans* und inter* 2021 zu ermöglichen.

Unterzeichner*innen: Queeres Netzwerk NRW Landesarbeitsgemeinschaft Lesben in NRW Netzwerk Geschlechtliche Vielfalt Trans* NRW Aidshilfe NRW LSVD NRW

Die Landeskoordination Trans* NRW ist eine landesweite Fachstelle zur Unterstützung der Gruppen und Angebote von und für trans* Menschen in Nordrhein-Westfalen sowie zur Aufklärung und Information von Fachkräften, Institutionen und der Gesamtgesellschaft über geschlechtliche Vielfalt und die Bedarfe und Anliegen von (binären und nicht-binären) trans* Menschen.

  Wir suchen zum 15.02.2021 oder später eine engagierte Elternzeitvertretung für die Stelle der Landeskoordination Trans* NRW (Stellenumfang: 100%) Ihre Aufgaben sind:

Bewerbungsfrist ist der 18.12.2020. Weitere Informationen zur Stelle und zum Bewerbungsverfahren finden Sie hier: Stellenausschreibung Elternzeitvertretung LaKo Trans NRW (PDF).

Das Netzwerk für Antidiskriminierungsarbeit im Bereich sexuelle und geschlechtliche Vielfalt, SCHLAU NRW, feiert in diesem Jahr 20-jähriges Jubiläum. Im Jahr 2000 wurde es als Dachorganisation der lokalen Aufklärungsprojekte im Bereich sexuelle und geschlechtliche Vielfalt gegründet. Anlässlich des Jubiläums lud SCHLAU NRW am 24.10. zu einem digitalen Fachtag rund um das Prinzip „Lernen durch Begegnung“ ein.

Das vom Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration geförderte Projekt SCHLAU NRW vernetzt, professionalisiert und organisiert Gruppen, die Bildungsarbeit mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen durchführen. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der Reflektion über Stereotype und dem Abbau von Vorurteilen im direkten Austausch mit lesbischen, schwulen, bi- und asexuellen, trans- und intergeschlechtlichen sowie queeren Ehrenamtlichen. „Mit uns statt über uns reden,“ lautet das Prinzip, nach dem derzeit 20 Lokalgruppen in ganz NRW arbeiten. Gerahmt wird ihre Arbeit dabei durch gemeinsame Qualitätsstandards und eine gemeinsame Methodensammlung, die „SCHLAUe Kiste.“ Damit erreichen sie jährlich ca. 12.000 Jugendliche und junge Erwachsene.

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Der Landesaktionsplan gegen Homo- und Transfeindlichkeit, den NRW 2012 als erstes Flächenland beschloss, war unter anderen ein entscheidender Verdienst von Marlis. In ihrer Rolle als Staatssekretärin des Emanzipationsministeriums wirkte sie 2010/11 entscheidend daran mit, ihn ins Leben zu rufen. Sie leistete damit einen entscheidenden Beitrag zur Verankerung von lsbtiq* Themen in der Landespolitik, die auch Grundlage war für die Einrichtung von landesweiten Fachstellen wie der Fachstelle Queere Jugend NRW oder der Landeskoordination Anti-Gewalt-Arbeit.

Auch die Fachstelle für schwul-lesbische Senior*innenarbeit im rubicon, die Kölner Fachstelle für Lesben, Schwule und Transgender und die entsprechende Stadtarbeitsgemeinschaft gäbe es nicht ohne ihr politisches Engagement. Unter anderem für dieses Engagement wurde Marlis 2019 mit der Ehrenmitgliedschaft des rubicon ausgezeichnet.

Als Vorstandsmitglied der ARCUS Stiftung setzte sie sich außerdem mit Herzblut und Energie dafür ein, Projekte für Freiheit und Selbstbestimmung von LSBTIQ* Communities zu stärken.

Unsere Gedanken sind bei Marlis Lebensgefährtin, ihren Kindern und allen Hinterbliebenen.

Als Queeres Netzwerk und dessen Fachstellen, Rubicon als Beratungsstelle und die Volkshochschule Köln als öffentlicher Bildungseinrichtung, positionieren wir uns deutlich gegen Gewaltformen in den unterschiedlichsten Facetten.

Queerfeindlichkeit und Rassismus bzw. deren Verschränkung sind die Kernthemen der Fachstelle MehrAlsQueer. Sowohl auf struktureller, institutioneller und individueller Ebene arbeiten wir alle gemeinsam für den Abbau von jeglichen Diskriminierungsformen und gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit.

Rassistische Sprache ist eine Form von Gewalt, die nicht reproduziert werden darf. Lernen über Rassismus ist möglich, ohne sich selbst rassistische Sprache zu eigen zu machen. Wir sprechen uns daher klar und entschieden gegen die Verwendung des N*-Wortes im Speziellen und die Verwendung rassistischer Sprache im Allgemeinen aus. Wir alle haben die Verantwortung, in Bezug auf diskriminierungssensible Sprache dazuzulernen und dabei von den insbesondere rassismuserfahrenen Communities zu lernen. Das gilt auch für LSBTIQ*-Communities und für Fachkräfte, die in und mit unseren Communities arbeiten.

Deutlich positionierte sich zudem der Rat der Stadt Köln in seiner Sitzung vom 14. Mai 2020 gegen die Nutzung des rassistisch eingestuften N*Wortes, dessen Entscheidung wir vollumfänglich unterstreichen.

Dieser Vorfall zeigt einmal mehr, wie unverzichtbar Sensibilisierungsarbeit im Kontext von Rassismus, Antisemitismus, Antimuslimischen Rassismus, Rassismus gegenüber Sinti_zze und Rom_nja und weitere Diskriminierungsformen ist.

Diese Arbeit wollen wir angehen – mit Euch und Ihnen gemeinsam!

Vielleicht mehr denn je haben die Auswirkungen des Coronavirus gezeigt, wie wichtig solidarische Communities vor Ort sind. Zur Neuauflage unseres Gay*Com-Formats als StadtLandQueer laden das Queere Netzwerk NRW, die LAG Lesben in NRW und das Netzwerk Geschlechtliche Vielfalt Trans* NRW daher mit der Stadt Dortmund zum virtuellen Austausch über das Thema „LSBTIQ* vor Ort – Räume bewahren – entwickeln – öffnen.“

Die Veranstaltung findet am 6.11.2020 von 12 bis 17 Uhr als Online-Konferenz statt.

Alle Informationen zum Programm und zur Anmeldung finden Sie hier sowie als PDF zum Download: Einladung StadtLandQueer.

Seit seLogo Queeres Netzwerk NRWiner Gründung 1991 vertritt das Schwule Netzwerk NRW die Interessen schwuler Selbsthilfe und Beratung. In diesen drei Jahrzehnten hat sich vieles getan: Schwule Initiativen wurden ergänzt durch ein breites Organisations- und Themenspektrum im Bereich schwuler, lesbischer, bisexueller, trans*, inter* und queerer Arbeit. Künftig wird diese Entwicklung auch im Namen sichtbar sein: am 26.9.2020 beschloss die außerordentliche Mitgliederversammlung des Vereins die Umbenennung in Queeres Netzwerk NRW.

„Der Beschluss der Mitgliederversammlung ist Ergebnis eines intensiven Entwicklungsprozesses. Als Verband beschäftigen wir uns seit mehreren Jahren damit, wie sich die Realitäten unserer Arbeit und unserer Communities verändert haben,“ so Jürgen Rausch, Vorstandsvorsitzender des Queeren Netzwerk NRW. Bereits im Herbst 2018 hatten die Mitglieder des Netzwerks beschlossen, sich auf sich auf allen Ebenen des Vereins zu einem queeren und inklusiverer Landesverband weiterzuentwickeln, in dem die Vielfalt der LSBTIQ*-Communities in NRW sichtbar wird und sich viele aktive Menschen zugehörig und vertreten fühlen.

Ergebnis des Entwicklungsprozesses sind neben der Namensänderung auch eine neue Satzung und ein Selbstverständnis des Vereins, in denen sich die Vervielfältigung der Arbeitsbereiche widerspiegelt. Inhaltlich waren die Veränderungen in den vergangenen Jahren in vielen Bereichen bereits gelebte Praxis. So ist das Queere Netzwerk NRW aktuell Träger*in von vier Fachstellen, die NRW-weit LSBTIQ* Jugendarbeit, Bildungs- und Antidiskriminierungsarbeit, Arbeit im Bereich geschlechtliche Vielfalt/trans* sowie Arbeit von und für Queers mit Rassismuserfahrung und of Color gestalten.

Über die vielfältige Arbeit der Mitglieder und Fachstellen sind zahlreiche Gruppen an das Netzwerk angeschlossen, welche keine juristischen Personen sind und daher bislang nicht Mitglieder des Verbands werden konnten. Auch hier soll die neue Satzung Veränderung bringen: „Um empowernde Räume und ein solidarisches Netzwerk zu schaffen, müssen wir offen sein für Communities, die sich auf vielfältige Art und Weise organisieren. Unsere neue Satzung sieht darum vor, dass auch nicht juristisch verfasste Gruppen Mitglied unseres Vereins werden können,“ erklärt Vorstandsmitglied Lilith Raza.

Das Queere Netzwerk NRW hat aktuell 42 Mitglieder und ist aktiv in ganz NRW. Gefördert werden die Aktivitäten des Netzwerks und seiner Fachstellen maßgeblich durch die Landesministerien für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration sowie Arbeit, Gesundheit und Soziales. Darüber hinaus wird die Arbeit ermöglicht durch Fördermitglieder, Spenden und Sponsoring. Seit 2019 wird der Verein vertreten durch einen quotiert gewählten gemischtgeschlechtlichen Vorstand. Unter diesen Vorzeichen blickt er nun auch unter dem neuen Namen in die Zukunft. In den Worten von Vorstand Neofitos Argiropoulos: „Zum ersten Mal wird in unserem Bundesland ein Verein so entwickelt, dass niemand ausgeschlossen und alle willkommen sind. Diese Historische Entwicklung ist DAS EREIGNIS 2020.“

Seit dieser Woche sind die Rainbow Refugees Cologne (hier mit ihrem Projekt SOFRA) Mitglied im Schwulen Netzwerk NRW. Dazu ein Herzliches Willkommen!!!! Die Perspektiven, die die Rainbow Refugees in die Arbeit unseres Vereins einbringen, stellen eine wertvolle Bereicherung dar - für das Netzwerk und für die lsbtiq* arbeit in ganz NRW. Dazu, was ihre Arbeit ausmacht und warum sie sich in unserem Verein engagieren, schreiben die Rainbow Refugees: "Wir leben in einer Migrationsgesellschaft, aber viele Migrant*innen verfügen nicht über die gleichen Möglichkeiten zu Teilhabe, Bildung und Kultur. Und nicht nur das: Geflüchtete Menschen werden systematisch entrechtet oder illegalisiert. Wer LSBTIQ und migrantisch ist, erfährt darüber hinaus Ausgrenzung und Diskriminierung: Es gibt Homo- und Transfeindlichkeit in der Mehrheitsgesellschaft und in migrantischen Communities. Und es gibt Rassismus, auch in der LSBTIQ-Community. Wir können nicht nur das eine benennen und kritisieren, schließlich macht beides unsere Leben schwer. In unserem Verein arbeiten seit fünf Jahren LSBTIQ-Personen mit und ohne Flucht- und Migrationsgeschichte zusammen. Wir setzten uns für die Rechte, die Sicherheit und die Sichtbarkeit von geflüchteten und migrantischen LSBTIQ-Personen ein. Aber unsere Solidarität kennt zugleich kein Geschlecht und keine sexuelle Orientierung: Das Recht auf Asyl, auf Schutz, auf Bewegungsfreiheit und auf gleiche soziale Rechte muss allen Menschen gelten! In den letzten Jahren haben wir die LSBTIQ-Geflüchtetenhilfe in Köln mit aufgebaut. Aber die klassische Geflüchtetenhilfe hat sich verändert und das ist gut so! LSBTIQ-Personen mit Fluchterfahrung organisieren sich selbst, auch in unserem Verein. Echte Beteiligung und Mitsprache heißt nicht für oder über LSBTIQ-Geflüchtete und -Migrant*innen zu entscheiden, sondern nur mit ihnen gemeinsam. Unser Ziel ist es, dass LSBTIQ-Geflüchtete und -Migrant*innen sich selbst vertreten und dabei breite Bündnisse mit ihren Unterstützer*innen und Freund*innen entstehen. Deshalb sind wir jetzt Mitglied im Schwulen Netzwerk NRW. Denn: Migration ist überall und sie ist unumkehrbar. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit!"

Ein Mitglied des Sprecher_innenteams von SCHLAU NRW wurde am Freitag, den 4.9., Opfer eines queerfeindlichen1 Übergriffs. Eine Gruppe von Jugendlichen hatte ihn_sie zunächst verbal angegriffen und mit schwulenfeindlichen Schimpfwörtern beleidigt. Als der_die Betroffene darauf reagierte, wurde er_sie körperlich attackiert und niedergeschlagen. SCHLAU NRW und der Trägerverein Schwules Netzwerk NRW verurteilen diesen gewalttätigen Übergriff scharf. Die folgende Pressemitteilung haben SCHLAU NRW und das Schwule Netzwerk gemeinsam herausgegeben:

„Der Vorfall steht stellvertretend für Gewalterfahrungen, die viele queere Menschen in NRW machen,“ so Atti Schmülling, Sprecher_in bei SCHLAU NRW. „Niemand darf für ihre_seine Geschlechtsidentität oder sexuelle Orientierung diskriminiert oder angegriffen werden. Auch weil Übergriffe wie dieser passieren, ist unsere Aufklärungs- und Bildungsarbeit so wichtig.“ SCHLAU NRW bietet landesweit Bildungs- und Antidiskriminierungsarbeit im Bereich sexuelle und geschlechtliche Vielfalt an und versteht sich als ein wichtiger Baustein für Gewaltprävention und Akzeptanz.

Wichtig sei darüber hinaus, dass Opfer von Gewalt kompetente und sensible Beratung erhielten, ergänzt Şefik_a Gümüş von der Landeskoordination Anti-Gewalt-Arbeit für Lesben, Schwule & Trans* in NRW. Mit ihrer Aktion „Ich zeige das an!“ unterstützt die Stelle Opfer von queerfeindlicher Gewalt bei der Beratung zu einer polizeilichen Anzeige. Das sei allerdings nicht der einzige Weg für Betroffene: „Wir beraten LSBT*I*Q, die Gewalt oder Diskriminierung erfahren haben ganz unabhängig davon, ob sie eine Strafanzeige stellen möchten oder nicht,“ so Gümüş.

SCHLAU NRW Sprecher_in Schmülling sieht in dem Übergriff ein klares Zeichen für Handlungsbedarf vor Ort: „Natürlich fordern wir die Stadt Siegen auf, ein klares Zeichen für Vielfalt und gegen Gewalt zu setzen! Gewaltprävention, Empowerment, lsbtiq*-Beratungsstellen sowie Antidiskrimierungsarbeit müssen vor Ort konkret und entschlossen gestärkt werden. Damit Siegen für lsbtiq* ein sicherer und lebenswerter Ort ist!“ Dieser Handlungsbedarf bestehe im Übrigen nicht nur in Siegen, ergänzt Rebecca Knecht, stellvertretende Geschäftsführung des Schwulen Netzwerks. Der Vorfall fordere grundsätzlich alle Kommunen und Städte in NRW auf, die eigenen Strukturen und Maßnahmen für lsbtiq* zu stärken und nachhaltig aufzustellen.

Diese Information inkl. Pressekontakt und Hintergrundinformatonen steht hier zum Download zur Verfügung: Pressemitteilung queerfeindlicher Übergriff Siegen.

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