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Kritische Frauen- und Lesbengeschichte: Namensgeberinnen auf dem Prüfstand

Dr. Christiane Leidinger aus Berlin und Lena Laps aus Bochum machen die Jury des Augspurg-Heymann-Preises darauf aufmerksam, dass Lida Gustava Heymann 1907 auf einer Veranstaltung des Verbandes Fortschrittlicher Frauenvereine in Frankfurt am Main mutmaßlich sagte, dass man sich nicht scheuen dürfe, „Gesetze für die Vernichtung körperlicher und geistiger Krüppel“ zu erlassen (zitiert aus der Frankfurter Zeitung vom 27.9.1907, Nr. 268). Mit diesem Hinweis beginnt eine konstruktive Auseinandersetzung mit den Biographien der beiden wichtigen feministischen Friedensaktivistinnen und Akteurinnen der bürgerlichen, ersten deutschen Frauenbewegung. Das Archiv der Deutschen Frauenbewegung in Kassel unterstützt die LAG Lesben in NRW mit einer ergänzenden Einschätzung. Verband, Vorstand und Jury beschäftigen sich intensiv mit den Ambivalenzen von Vorbildern. Es entsteht eine „Chronik“ des Augspurg-Heymann-Preises im Wandzeitungsformat (NL-LAG 05). Für 2016 wird die Preisverleihung ausgesetzt.


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