33 Jahre Queeres Netzwerk NRW

Wir feiern heute unseren 33. Geburtstag!

Heute vor 33 Jahren wurde der Grundstein gelegt für das heutige solidarische Netzwerk von Organisationen und Menschen, die sich in NRW für eine vielfältige Gesellschaft und selbstbestimmtes Leben von Geschlechtsidentität, sexueller und romantischer Orientierung einsetzen.

Das Queere Netzwerk ist aus zwei Verbänden hervorgegangen: dem 1991 gegründeten Schwulen Netzwerk NRW und der 1996 gegründeten LAG Lesben in NRW. Weiterhin sind schwule und lesbische Organisationen wichtige und prägende Teile unserer Arbeit. Darüber hinaus sind heute viele weitere Identitäten und Perspektiven in unserem Netzwerk engagiert: bi+sexuelle, asexuelle und aromantische Menschen genauso wie trans* und inter* Personen. Neue Themen und neue Allianzen sind hinzugekommen, vielfältige Fachstellen und Projekte wurden eingerichtet.

Heute sind wir ein queerer Verband mit sage und schreibe 85 Mitgliedsorganisationen in ganz NRW sowie aktuell 12 Fachstellen, Projekten und Kampagnen.

Auf diese Leistung und Reichweite sind wir enorm stolz und richten ein riesiges DANKESCHÖN an all die Menschen und Unterstützer*innen, die unser Queeres Netzwerk durch ihre Arbeit und ihr tagtägliches Engagement ermöglichen!

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CSD-Empfang: Eintritt ist und bleibt FREI!

Seit letzter Woche kursiert die falsche Info, dass der diesjährige CSD-Empfang 24€ Eintritt kostet. Wir entschuldigen uns für die Verwirrung und weisen hiermit ausdrücklich darauf hin: Der Eintritt zum CSD-Empfang ist und bleibt FREI!

Der gemeinsame CSD-Empfang des Queeren Netzwerks NRW und der Aidshilfe NRW findet dieses Jahr am 20. Juli im Maritim Hotel Köln im Rahmen des colognepride statt. Über 800 Geladene aus unseren Mitgliedsorganisationen, aus kooperierenden Verbänden, aus Politik, Wirtschaft, Medien und Kultur nehmen an der Veranstaltung teil. Ein Highlight ist die feierliche Verleihung der Kompassnadel – dieses Jahr geht die queere Auszeichnung an Publizistin Carolin Emcke.

Der CSD-Empfang 2024 wird durchgeführt in Kooperation mit IWWIT.

Anmeldung CSD-Empfang 2024

Ihr wollt an dem Event teilnehmen? Wir freuen uns über eure Anmeldung über das offizielle Anmeldeformular.

Kompassnadel 2024 geht an Publizistin Carolin Emcke

Voller Freude verkünden wir, dass die Kompassnadel 2024 an die renommierte Publizistin Carolin Emcke geht.

Carolin Emcke erhält den Preis für ihr langjähriges gesellschaftliches Engagement für die Akzeptanz von queeren Menschen, für ihre stetige Sichtbarkeit, ihren großen Mut und ihre klare Haltung. In ihren Büchern, Essays, Kolumnen, aber auch in ihren künstlerischen Interventionen geht sie den Themen Gewalt und Trauma, Demokratiefeindlichkeit und Rassismus sowie Sexualität und Begehren auf den Grund.

Die feierliche Preisverleihung findet am 20. Juli zwischen 12:00 und 14:30 Uhr im Rahmen des CSD-Empfangs im Maritim Hotel Köln statt.

Ihr wollt an dem Event teilnehmen? Dann freuen wir uns über eure Anmeldung über das offizielle Anmeldeformular.

Kompassnadel

Im Rahmen des CSD-Empfangs verleiht das Queere Netzwerk NRW seit 2001 die Kompassnadel an Persönlichkeiten, die sich besonders um die Förderung der gesellschaftlichen Akzeptanz von LSBTIAQ* verdient gemacht haben. Früher noch als „schwuler Oscar“ bezeichnet, ist der Preis heute eine der bedeutendsten queeren Auszeichnungen im deutschsprachigen Raum. Ursprünglich wurde die Auszeichnung in zwei Kategorien (Ehrenamt und Öffentliches Leben) verliehen, seit einiger Zeit nun wird jährlich nur noch eine Kompassnadel verliehen.

Fotocredits: Andreas Labe

Pressematerial

Stellenausschreibung: Verbandsreferent*in

Das Queere Netzwerk NRW e.V. ist der landesweite Fach- und Dachverband der LSBTIAQ*-Selbsthilfe mit mehr als 80 Mitgliedsgruppen aus ganz NRW. Wir bieten Vernetzung, Bildung, Beratung und Empowerment zu Themen sexueller und geschlechtlicher Vielfalt für Nordrhein-Westfalen.

Wir sind Träger der Fachstellen Queere Jugend NRW, SCHLAU NRW, #MehrAlsQueer, Landeskoordination Trans*, Landeskoordination Inter*, Regenbogenfamilien NRW und der Meldestelle Queerfeindlichkeit. Außerdem setzen wir die Projekte Q_munity, trans*sensibel und lsbtiqa*inklusiv um. In unseren beiden Geschäftsstellen in Köln und Düsseldorf sind aktuell 32 Mitarbeitende beschäftigt.

Wir suchen ab sofort eine*n engagierte*n Verbandsreferent*in als Krankheitsvertretung (d/w/m/offen, 24 Std., 60%, befristet bis 31.12.2024).

Aufgaben:

Wir erwarten:

Wir bieten:

Wir freuen uns auf Ihre Bewerbungen mit aussagekräftigem Motivationsschreiben und Lebenslauf. Bewerbungen werden sofort nach Eingang bearbeitet und ggf. wird zu Bewerbungsgesprächen eingeladen. Bitte schicken Sie Ihre Bewerbung ausschließlich per E-Mail und bitte in einer einzigen Datei an: bewerbung@queeres-netzwerk.nrw. Angaben zu Geschlecht oder Familienstand sowie das Einsenden eines Fotos werden nicht erwartet.

Es ist uns ein besonderes Anliegen, viele Perspektiven in unsere Arbeit mit einzubeziehen und Diskriminierungen entgegenzuwirken. Wir laden Personen mit mehrdimensionalen Positionierungen daher besonders zur Bewerbung ein.

Ansprechperson:
Debbie Timm, Geschäftsführung Queeres Netzwerk NRW e.V. (timm@queeres-netzwerk.nrw)

Fachberatung und Netzwerke erhalten: Queere Senior*innenarbeit dauerhaft fortsetzen!

Die NRW-Landesverbände der LSBTIQ* Communities protestieren gegen die geplante Streichung von Fördermitteln und fordern gerade jetzt den Erhalt der Senior*innenarbeit für queere Menschen in NRW.

In Nordrhein-Westfalen leben mindestens 240.000 queere Menschen ab 65 Jahren. Sie brauchen im Alter spezifische Angebote, damit sie nicht erneut in Unsichtbarkeit und Einsamkeit zurückfallen! Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels kommt diesen Themen längst eine hohe gesellschaftliche Relevanz zu.

2011 hat das Land NRW die Notwendigkeit erkannt und die Landesfachberatung gleichgeschlechtliche und trans_idente Lebensweisen in der offenen Senior*innenarbeit in NRW (rubicon e.V.) eingerichtet. Seitdem wurden landesweite Vernetzungs- und Communitystrukturen aufgebaut, Sensibilisierungen in Altenhilfeeinrichtungen durchgeführt und der Fachdiskurs um queere Perspektiven erweitert. Deutschlandweit gilt das Projekt als Pionierarbeit und Vorbild. Diese gleichermaßen notwendige wie erfolgreiche Arbeit soll laut Plänen des fördernden Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales (MAGS) nicht fortgesetzt werden. Stattdessen sollen die Regelstrukturen die Aufgaben übernehmen.

Als landesweite queere Selbstorganisationen wissen wir, dass Öffnungs- und Sensibilisierungsmaßnahmen in Regelstrukturen andauernde Prozesse sind, die erst durch Kontinuität und eine verlässliche Begleitung nachhaltige Wirkung entfalten. Den weiterhin bestehenden Beratungs- und Begleitungsbedarf melden auch die zuständigen Kommunen und Regelstrukturen zurück. Die notwendige Fortsetzung der Fachstelle Senior*innenarbeit ist daher unbedingt vonnöten, um zielgruppenspezifisches Fachwissen in den Regelstrukturen flächendeckend oder systematisch zu vermitteln. Zur Zeit ist dies nicht einmal im Ansatz vorhanden. Es braucht daher ein entschlossenes und koordiniertes Handeln, um ein Altern in Würde für alle Menschen zu ermöglichen. Die Zusammenarbeit mit queeren Communities ist dabei zentraler Erfolgsfaktor.

Die geplante Abwicklung der landesweiten Senior*innenarbeit für gleichgeschlechtliche und trans_idente Lebensweisen konterkariert diese Bedarfe und steht den Zielen des Aktionsplans der Landesregierung insgesamt entgegen. Konkret trifft die Streichung eine Generation, die noch direkt von den diskriminierenden Auswirkungen des §175 oder dem Sorgerechtsentzug betroffen war. Die Streichung führt nicht zum Abbau von Diskriminierung, sondern verstärkt Isolation und Ausgrenzung. Zudem ignoriert sie den Beratungsbedarf von Kommunen und Regelstrukturen.  

Die LSBTIAQ*-Landesverbände halten die Pläne zur Abwicklung der Fachberatungsstelle Senior*innenarbeit für gleichgeschlechtliche und trans_idente Lebensweisen daher für kontraproduktiv und politisch verantwortungslos. Sie darf auch in Zeiten knapper Kassen nicht völlig wegfallen. Es muss ein Weg gefunden werden, diese Struktur in irgendeiner Form zu erhalten. Wir fordern also ausdrücklich die Fortsetzung der landesweiten Fachberatung.

Offener Brief der LSBTIAQ*-Landesverbände:
Aidshilfe NRW
ARCUS-Stiftung
Netzwerk Geschlechtliche Vielfalt Trans* NRW
LSVD NRW
Queeres Netzwerk NRW

Download: Offener Brief Senior*innenarbeit

Lesben gestalten!

Am 26. April ist der Internationale „Tag der lesbischen Sichtbarkeit“ (International „Lesbian Visibility Day“).

Wir möchten den Anlass nutzen, um zur Teilnahme am besonderen Organ (BO) LAG Lesben einzuladen: Hier kannst du aktiv die lesbische Community im Queeren Netzwerk repräsentieren und unterstützen!

Die LAG Lesben bietet eine Plattform für Vernetzung, Austausch und politische Mitsprache. In diesem Rahmen kannst du dazu beitragen, dass Lesben stärkende Räume erfahren und ihre Stimme gehört wird.

Die aktive Mitarbeit bietet die Möglichkeit, Aktionen zu organisieren oder inhaltliches Wissen zu erarbeiten sowie Vorschläge zu diskutieren, die dann ins Queere Netzwerk eingebracht werden.

Genau dein Ding? Dann melde dich gerne mit dem Betreff "BO LAG Lesben" unter info@queeres-netzwerk.nrw und werde Teil der Bewegung für lesbische Sichtbarkeit und Solidarität! Wir freuen uns auf dich und dein Engagement!

Wir wünschen einen inspirierenden, empowernden Aktionstag!

Material

Download: "Lesben gestalten!" - Einladung zur Teilnahme am besonderen Organ (BO) LAG Lesben

IDAHOBITA 2024: Gleichheit, Freiheit und Gerechtigkeit für alle!

Im Dezember 2023 feierte die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte ihr 75. Jähriges Jubiläum: „Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren“ – Für viele LSBTIAQ* Menschen in Deutschland und weltweit gilt dies auf Gesetzesebene und auf der Ebene gesellschaftlicher Teilhabe noch immer nicht!

Am 17. Mai ist Internationaler Tag gegen Homo-, Bi-, Inter*-,Trans*-,  und Asexuellenfeindlichkeit – der IDAHOBITA (auch IDAHOT, IDAHOBIT).

Der Aktionstag erinnert an das Datum, an dem die Weltgesundheitsorganisation beschloss, Homosexualität nicht mehr als Krankheit zu werten. Das war 1990, vor 34 Jahren. Aber auch heute ist die Idee, queere Identität sei eine Krankheit oder eine Ideologie, noch weit verbreitet. Queere Menschen fordern am IDAHOBITA darum: Schluss mit Queerfeindlichkeit und Diskriminierung! Für eine Gesellschaft, in der LSBTIAQ* Personen überall willkommen sind!

Das Erstarken rechter Gruppierungen in Deutschland und weltweit schafft Verunsicherung bei LSBTIAQ* Menschen. Dieses Jahr stehen viele Wahlen in Deutschland an: Die Europawahl sowie Wahlen in mehreren Landkreisen und Kommunen. Rechtskonservative und rechtsextremistische Gruppen haben größere Chancen als je zuvor, sich Gehör zu verschaffen und Wahlen zu gewinnen. Sie verschieben den politischen Diskurs, machen Unsagbares sagbar und nehmen mit Hass und Hetze gegen verschiedenste Personengruppen und Minderheiten zunehmend Raum ein. Sie bedrohen Gleichheit, Freiheit und Gerechtigkeit – und damit im Ergebnis unsere Demokratie. Deshalb ist es gerade jetzt so wichtig, Haltung zu zeigen und unsere gemeinsame Arbeit für ein respektvolles Miteinander zu stärken und zu intensivieren!

Der diesjährige IDAHOBITA ruft zu Geschlossenheit und Einheit auf: Nur durch gegenseitige Solidarität können wir eine Welt ohne Ungerechtigkeit schaffen, in der alle mitgenommen werden!

Nachfolgend finden sich Informationen dazu, wie ihr uns am und um den 17. Mai 2024 dabei unterstützen könnt, laut und sichtbar für queere Rechte einzutreten.

Wie könnt ihr mitmachen?

Macht eure Umgebung bunt!

Nutzt unser Material, um mit uns ein Zeichen gegen Queerfeindlichkeit zu setzen! Hier findet ihr Druckdateien für Banner und Poster sowie eine Möglichkeit, unsere LSBTIAQ*-Willkommen-Aufkleber zu bestellen.

Dann gilt es, kreativ zu werden: Hisst unser Banner vor eurem Jugendtreff oder Beratungszentrum, in eurem Vereinsraum, in eurer Kantine oder auf eurem Campus! Klebt unseren Aufkleber an eure Bürotür oder hängt das Kampagnenschild in eurem Wartezimmer auf. Also kurz: zeigt euren Mitmenschen, dass ihr mit ihnen einen vielfältigen, diskriminierungsfreien Alltag gestalten möchtet.

Werdet online sichtbar!

Nutzt unser Social Media-Material und/oder macht ein Foto mit eurem Banner, euren Aufklebern oder Schildern und postet es mit uns am 17.5. anlässlich des #IDAHOBITA!

Gemeinsam wollen wir an diesem Aktionstag ein starkes Zeichen setzen. Wenn ihr uns in eurem Beitrag und/oder eurer Story markiert (Instagram: @queeresnetznrw / Facebook: @Queeres Netzwerk NRW) und/oder als Co-Autor*in einladet, haben wir die Möglichkeit, Beiträge auf Facebook und Instagram zu teilen und damit eine große digitale „Collage“ zu erstellen!

Ihr habt keinen eigenen Account? Kein Problem: schickt uns euer Foto bis zum 16.5. an pr@queeres-netzwerk.nrw. Schreibt uns ein paar Sätze als Begleittext dazu (z.B.: welche Organisationen sind beteiligt? Wer ist zu sehen? Wo wurde es aufgenommen? Wer hat das Foto gemacht?) und wir posten euren Beitrag über die Kanäle des Queeren Netzwerks NRW.

Material zum Download

Bestellung: Aufkleber "LSBTIAQ* Willkommen"
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Sorgerechtsentzug von Müttern mit lesbischen Beziehungen – Zeitzeug*innen gesucht

Inwieweit nordrhein-westfälische Gerichte Müttern das Sorgerecht für ihre Kinder entzogen, wenn bekannt war, dass die Mütter lesbisch lebten oder im Verdacht standen, lesbisch zu sein – das erforscht aktuell die Historikerin Dr. Kirsten Plötz für das Queere Netzwerk NRW. Diese bisher weitgehend unbekannte Geschichte der Diskriminierung lesbischer Frauen soll aufgedeckt und ins öffentliche Bewusstsein gebracht werden. Erforscht wird diese Geschichte für den Zeitraum von 1946 bis 2000.

Die Befragung von Zeitzeug*innen ist ein sehr wichtiger Bestandteil des Forschungsprojekts. Zeitzeug*innen können die betroffenen Frauen und/oder deren Kinder sein, Familienangehörige, Freund*innen, Richter*innen, Justizangestellte oder Mitarbeitende der Jugendämter – kurz: alle, die auf persönlicher oder beruflicher Ebene Kenntnis von solchen Sorgerechtsangelegenheiten haben.

Die Herausforderung hierbei ist Zeitzeug*innen zu finden, die bereit und in der Lage sind, über ihre Erfahrungen zu sprechen. Hierfür bitten wir die queere Community in NRW um Unterstützung:

Für die Suche nach Zeitzeug*innen haben wir eine Postkarte erstellt, die wir möglichst weit verbreiten wollen. Ihr habt die Möglichkeit, uns hierbei zu unterstützen, indem ihr sie in euren Räumen oder auf Info-Tischen auslegt.

Download: Postkarte "Zeitzeug*innen gesucht"

Hier könnt ihr sie kostenfrei bestellen:

Bestellung: Postkarte "Zeitzeug*innen gesucht"
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Nachname

Für Rückfragen zum Projekt meldet euch bitte hier: sorgerecht@queeres-netzwerk.nrw

Das Selbstbestimmungsgesetz ist beschlossen!

Der Bundestag hat das Selbstbestimmungsgesetz verabschiedet!

Für trans*, nicht-binäre und inter* Erwachsene ist es endlich möglich ihren Geschlechtseintrag und/oder ihre(n) Vornamen ohne Gutachten oder ein ärztliches Attest ändern zu lassen: durch eine Selbsterklärung beim Standesamt nach vorheriger Anmeldung.

Das Gesetz tritt am 1.11.2024 in Kraft. Ab dem 1.8.2024 können Vornamens- und Personenstandsänderungen nach dem Selbstbestimmungsgesetz beim Standesamt angemeldet werden.

Wir feiern, dass das trans*feindliche TSG mit der Zwangsbegutachtung endlich abgelöst wird und dass die Attestpflicht für inter* Menschen (aus dem §45 b des Personenstandsgesetzes) wegfällt. Dieser historische Schritt wurde möglich durch die jahrzehntelange Arbeit von trans* und inter* Community-Vertreter*innen.

Gleichzeitig enthält auch das jetzt verabschiedete Selbstbestimmungsgesetz Einschränkungen der geschlechtlichen Selbstbestimmung. So benötigen Minderjährige ab 14 Jahren die Zustimmung der Sorgeberechtigten (die vom Familiengericht ersetzt werden kann). Und für Kinder und Jugendliche unter 14 Jahren können nur die gesetzlichen Vertreter*innen die Erklärung abgeben. Neu eingeführt wurde die Erfordernis einer Beratungserklärung für Minderjährige und gesetzliche Vertreter*innen. Und viele Menschen ohne deutsche Staatsbürgerschaft können das Selbstbestimmungsgesetz nicht nutzen.

Für viele trans*, nichtbinäre und inter* Menschen ist es eine Erleichterung, dass die in den Gesetzesentwurf aufgenommene Regelung zur automatisierten Datenübermittlung an Sicherheitsbehörden im verabschiedeten Gesetz nicht enthalten ist.

Andere Regelungen aus dem Gesetzesentwurf wie der so genannte „Hausrechtsparagraf“, die auf ein Misstrauen gegenüber trans* Menschen und einer Sorge vor einem (angeblichen) Ausnutzen des Gesetzes basieren, wurden jedoch beibehalten.

Als Queeres Netzwerk NRW setzen wir uns gemeinsam mit Kooperationspartner*innen für eine vollständige Selbstbestimmung von trans*, nichtbinären und inter* Menschen ein. Bei der Selbstbestimmung darf es keine Kompromisse geben!

Stellenausschreibung: Studentische Hilfskraft für die Landeskoordination Trans* NRW

Das Queere Netzwerk NRW ist der landesweite Fach- und Dachverband der LSBTQIA-Selbsthilfe aus ganz NRW. Wir bieten Vernetzung, Bildung, Beratung und Empowerment zu Themen sexueller und geschlechtlicher Vielfalt für Nordrhein-Westfalen.

Das Netzwerk Geschlechtliche Vielfalt Trans NRW (NGVT* NRW) ist der Landesverband der lokalen und regionalen Trans-Gruppen und -Strukturen in Nordrhein-Westfalen. Die Landeskoordination Trans NRW ist eine Kooperation des Queeren Netzwerks NRW und des NGVT* NRW. Die aus Landesmitteln geförderte Fachstelle dient der Unterstützung der Gruppen und Angebote von und für trans* Menschen in Nordrhein-Westfalen sowie der Aufklärung von Fachkräften, Institutionen und der Gesamtgesellschaft über geschlechtliche Vielfalt und über Bedarfe von (nicht-binären und binären) trans* Menschen.

Zur Unterstützung des Teams der Landeskoordination Trans* NRW suchen wir ab dem 01.05.2024 oder später eine engagierte Studentische Hilfskraft (8 Std./Woche).

Der Status als Student*in ist Voraussetzung und unmittelbar an den Arbeitsvertrag geknüpft. Die Stelle ist zunächst befristet bis zum 31.12.2024. Eine Weiterbeschäftigung ist bei entsprechender öffentlicher Förderung gewünscht und vorgesehen.

Aufgaben:

• Unterstützung bei der Organisation, Vorbereitung, Bewerbung, Durchführung und Nachbereitung von Veranstaltungen (sofern möglich auch Abend- und Wochenendarbeit)
• Durchführung von Rechercheaufgaben und weitere unterstützende inhaltliche Arbeit
• Unterstützung bei der Pflege und Aktualisierung von Websites
• Verfassen von Texten für den Newsletter der Landeskoordination Trans* NRW und Umsetzung auf der Plattform Mailchimp (keine Vorerfahrung mit Mailchimp notwendig)
• Betreuung von Social-Media-Kanälen
• Versand von Publikationen der Landeskoordination Trans* NRW
• Bei Interesse Konzeption und Durchführung eigener kleiner Projekte (mit Begleitung)

Wir erwarten:

• Sensibilität für die Lebenswirklichkeiten von trans* und nicht-binären Menschen
• Sensibilität für ein respektvolles Miteinander
• Eine macht- und rassismuskritische Haltung sowie intersektionales Denken und Handeln
• Eigenverantwortliches und zuverlässiges Arbeiten (bei Einarbeitung und Begleitung)
• Interesse daran eigene Ideen einzubringen wünschenswert
• Erfahrungen im Bereich Öffentlichkeitsarbeit (insb. Social Media, Newsletter, Blog) wünschenswert
• Deutsch- und/oder Englischkenntnisse

Wir bieten:

• Einen facettenreichen Arbeitsbereich mit Gestaltungsfreiräumen und Offenheit für neue Impulse
• Einen Arbeitsplatz im Queeren Netzwerk NRW in Köln und die Möglichkeit, teilweise im Home-Office zu arbeiten
• Flexible Arbeitszeitgestaltung

Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung mit kurzem Motivationsschreiben und Lebenslauf ausschließlich per Mail und bitte in einer einzigen Datei an info@lako-trans.nrw bis zum 28.04.2024.

Angaben zum Familienstand sowie das Einsenden eines Fotos werden nicht erwartet. Es ist uns ein Anliegen, viele Perspektiven in unsere Arbeit miteinzubeziehen und Diskriminierungen entgegenzuwirken. Wir laden Personen mit mehrdimensionalen Diskriminierungserfahrungen und biografischem Bezug zum Thema daher besonders zur Bewerbung ein. Besonders freuen wir uns über Bewerbungen von trans* und/oder nicht-binären Menschen of Color.

Bei Rückfragen sind wir erreichbar unter 0221–35656560 oder via E-Mail an info@lako-trans.nrw
Ansprechpersonen: Jona Mähler (hen/hens) und Mika Schäfer (ersie/ihmihr)