Jahresbericht 2025

Unser Jahresbericht 2025 ist erschienen und ab sofort in unserem Online-Shop erhältlich – sowohl zur Bestellung (kostenfrei für Adressen in NRW) als auch zum kostenfreien Download.

Neben Zahlen, Fakten und einer Übersicht über die vielfältige Arbeit unserer Fachstellen und Projekte bietet der Bericht spannende Einblicke in die Arbeit des Queeren Netzwerks NRW. Dazu gehören unter anderem ein Interview über das Besondere Organ LiNa (Lesben in NRW aktiv), queerpolitische Forderungen sowie Rückblicke auf wichtige Veranstaltungen und Auszeichnungen. Ein besonderer Fokus liegt auf Ereignissen wie dem jährlichen Gedenken an die queeren Opfer der NS-Zeit am 27. Januar, dem CSD-Empfang, der Verleihung der Kompassnadel an den SC Janus sowie der Auszeichnung CouLe für Dr. Birgit Palzkill.

Wir wünschen eine anregende Lektüre!

CSD-Empfang 2025: Unbeugsam und entschlossen!

Köln, 5. Juli 2025 – Die Queerfeindlichkeit in der Gesellschaft wächst weiterhin in beängstigender Geschwindigkeit. Demokratiefeind*innen arbeiten mit Hochdruck an der Rückabwicklung mühsam erkämpfter Rechte queerer Menschen und anderer vulnerabler Gruppen. Anlässlich des CSD-Empfangs des Queeren Netzwerks NRW und der Aidshilfe NRW weisen die beiden Landesverbände auf Missstände hin und stellen nachdrückliche Forderungen an die Politik.

Arne Kayser, Landesvorsitzender der Aidshilfe NRW, forderte dazu auf, die polarisierenden Parolen rechtskonservativer Kräfte wahrzunehmen und ihnen entschieden entgegenzutreten. „Heute sehen und spüren wir das Resultat ihrer Diversitäts-Vernichtungskampagne: eine nie dagewesene Enthemmung im Netz, eine Aggressivität des Schreibens und Sprechens miteinander bis hin zu physischen Angriffen.“ Auch global seien Rechtsruck und wachsende Spannungen unübersehbar: „Ob hier in Deutschland, in Europa oder weltweit: Kein Tag vergeht ohne Schlagzeilen über Attacken auf offene, vielfältige Gesellschaften, Demokratien, gewaltsame Zerschlagung von friedlichem Protest oder die Verletzung von Menschenrechten.“

Auch in NRW erleben queere Menschen nach wie vor Gewalt und Übergriffe, wie die vom Ministerium für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration veröffentlichte Studie „Queer durch NRW“ zeigt. Dreiviertel der befragten trans*, inter* und nichtbinären Menschen machten Diskriminierungserfahrungen. Aus den Ergebnissen der Studie ließen sich konkrete Handlungsbedarfe ableiten. Laura Becker, Vorstandssprecherin des Queeren Netzwerks NRW, fordert die Politik auf, schnell und breitenwirksam tätig zu werden: „Viele Fachkräfte sehen Bedarf und wollen das Gesundheitssystem, die Schule, die KiTa, die öffentlichen Behörden oder die Polizei queersensibler aufstellen. Aber sie brauchen Unterstützung, Sensibilisierung und politischen Rückenwind. Liebe Politiker*innen: Sie stehen in der Verantwortung, uns als gleichberechtigte Mitglieder dieser Gesellschaft zu schützen!“, so Becker weiter.

Auch der Austritt der USA aus der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sei eine Katastrophe mit Ansage: Millionen Menschen würden durch die Folgen betroffen und akut gefährdet. Wie in den vergangenen Jahren wurden auch Forderungen wie die Ergänzung des Artikel 3 in der Verfassung um den Schutz queerer Menschen oder eine zeitgemäße Anpassung des Abstammungsrechts bekräftigt. Empowernde Worte fanden Becker und Kayser für die vielen Engagierten und Ehrenamtlichen unter den über 900 Gäst*innen, die sich täglich den wachsenden gesellschaftlichen Herausforderungen stellen und unermüdlich einsetzen.

Im Rahmen des von Oliver Schubert moderierten Programms überreichte Vorjahrspreisträgerin Carolin Emcke die Kompassnadel an den SC Janus, der als ältester und größter queerer Sportverein Europas für seine Pionierrolle für vielfältigen, queersensiblen und diskriminierungsfreien Sport ausgezeichnet wurde. Die Laudatio auf die Preisträger*innen hielt Josefine Paul, Ministerin für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration. Neben zahlreichen Vertreter*innen queerer Nichtregierungsorganisationen und Communities sowie einzelner Gäste aus ganz Deutschland kamen auch viele Verbündete aus Zivilgesellschaft, Medien und Politik, unter anderem Landtagsvizepräsidentin Berivan Aymaz und Oberbürgermeisterin Henriette Reker.

Der CSD-Empfang 2025 wurde durchgeführt mit freundlicher Unterstützung von:

ICH WEISS WAS ICH TU
Maritim Hotel Köln
Birkenapotheke
REWE Group
Moulin Rouge - Das Musical

Downloads

Wir suchen die Kompassnadel-Preisträger*innen 2025

Achtung, Achtung! Wir suchen wieder queere Held*innen!

In den nächsten Monaten suchen unser Kompassnadel-Beirat und der Vorstand wieder Menschen und/oder Organisationen, die sich um LSBTIAQ*-Communities besonders verdient gemacht haben – und die darum mit der Kompassnadel 2025 ausgezeichnet werden sollen!

Du kennst Menschen oder Organisationen, die du für diese Ehrung vorschlagen möchtest? Dann lass es uns gerne wissen!

Bis zum 30. November könnt ihr eure Vorschläge über das offizielle Formular einreichen:

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