CSD-Bewegung in Deutschland erhält die Kompassnadel 2026
Mit großer Freude verkünden wir als Queeres Netzwerk NRW, dass die CSD-Bewegung in Deutschland mit der Kompassnadel 2026 ausgezeichnet wird.
Die Auszeichnung begründet der Vorstand des Queeren Netzwerks NRW folgendermaßen: „Die verbesserten gesetzlichen Rahmenbedingungen für queere Menschen und die zunehmende Akzeptanz und Sichtbarkeit wären ohne die CSDs in Deutschland nicht möglich gewesen. In Zeiten zunehmender Queerfeindlichkeit, von der auch CSDs in vielen Städten betroffen sind, steht die Verleihung der Kompassnadel 2026 für die ungebrochene Kraft dieser Bewegung, die Vielfalt, Demokratie und Menschenrechte sichtbar verteidigt.“
Die Auszeichnung wird stellvertretend an die CSD-Vernetzer*innen NRW verliehen. Sabrina Reznizek, Toni Nezi und Pacco Menzel (Sprecher*innen der CSD-Vernetzer*innen NRW) werden die Kompassnadel 2026 stellvertretend für die gesamte CSD-Bewegung in Deutschland entgegennehmen.
Die feierliche Preisverleihung findet am 4. Juli 2026 zwischen 12:00-14:30 Uhr im Rahmen des CSD-Empfangs im Maritim Hotel Köln statt. Sie können sich ab jetzt für die Veranstaltung anmelden.
Kurzinfo zur CSD-Bewegung in Deutschland:
Ihren Ursprung hat die Bewegung hierzulande in der ersten Demonstration, die in Deutschland für die Rechte Homosexueller 1972 in Münster stattfand. Daraus entwickelte sich eine der größten und kontinuierlichsten Bürger*innenbewegungen. Millionen von Menschen sind seither gegen teilweise erheblichen öffentlichen und staatlichen Widerstand für die Gleichstellung und Akzeptanz queerer Menschen auf die Straße gegangen.
Die CSD-Bewegung ist Wurzel und Grundlage für tiefgreifende gesellschaftliche Veränderungen wie die Abschaffung des §175, die Öffnung der Ehe für alle und das neue Selbstbestimmungsgesetz. Und sie trägt auch heute die Themen auf die Straße, die queere Menschen nach wie vor bewegen: von Schutz vor queerfeindlicher Gewalt über Sichtbarkeit trans*, inter* und nichtbinärer Lebensrealitäten bis hin zur globalen Solidarität mit queeren Communities weltweit.
Kompassnadel
Im Rahmen des CSD-Empfangs verleiht das Queere Netzwerk NRW seit 2001 die Kompassnadel an Persönlichkeiten und Organisationen, die sich besonders um die Förderung der gesellschaftlichen Akzeptanz von LSBTIAQ* verdient gemacht haben. Heute ist der Preis eine der bedeutendsten queeren Auszeichnungen im deutschsprachigen Raum. Ursprünglich wurde die Auszeichnung in zwei Kategorien (Ehrenamt und Öffentliches Leben) verliehen, seit einiger Zeit nun wird jährlich nur noch eine Kompassnadel verliehen.
CSD-Empfang 2026
Als Queeres Netzwerk NRW und Aidshilfe NRW freuen wir uns sehr, am Samstag,4. Juli 2026, 12-15 Uhr, wieder zum gemeinsam CSD-Empfang und der Verleihung der Kompassnadel ins Maritim Hotel Köln (Heumarkt 20, 50667 Köln) einzuladen. Über 1000 geladene Gäst*innen aus unseren Mitgliedsorganisationen, aus kooperierenden Verbänden, aus Politik, Wirtschaft, Medien und Kultur nehmen an der Veranstaltung teil.
Seit 1993 gibt es diesen Empfang, zu dem seit 2000 das Queere Netzwerk NRW und die Aidshilfe NRW gemeinsam einladen. Neben politischen Reden sowie einem vielfältigen Programm aus Comedy und Musik verleiht das Queere Netzwerk NRW im Rahmen des CSD-Empfangs den Preis „Die Kompassnadel.“
Nach dem festlichen Programm gibt es Raum für Austausch.
Der CSD-Empfang 2026 wird durchgeführt mit Unterstützung von: ICH WEISS WAS ICH TU, Maritim Hotel Köln, Birkenapotheke, Phantom der Oper.
Anmeldungen sind möglich bis spätestens 20. Juni 2026.
Bitte beachten Sie die Hinweise zu Barrieren und Zugänglichkeit:
Der Eintritt ist frei.
Während der Veranstaltung werden Fotos gemacht. Wenn Sie nicht möchten, dass Fotos von Ihnen im Zusammenhang mit der Veranstaltung veröffentlicht werden, können Sie das im Anmeldeformular angeben. Sie erhalten dann am Eingang einen Aufkleber für Ihr Namensschild, der unsere Fotograf*innen darüber informiert. Sprechen Sie gerne vor Ort unser Empfangs-Team an.
Die Veranstaltung findet in deutscher Lautsprache statt und wird in Gebärdensprache übersetzt.
Die Räumlichkeiten sind mit dem Rollstuhl zugänglich.
Während der Veranstaltung bieten wir eine Kinderbetreuung an. Damit wir hierfür planen können, teilen Sie uns bitte mit, wie viele Kinder Sie anmelden und wie alt die Kinder sind.
Bitte verzichten Sie auf große Taschen und Rucksäcke. Sollte dies nicht vermeidbar sein, besteht die Möglichkeit, Gepäckstücke gegen eine Gebühr von3,50 Euro an der Garderobe abzugeben.
Wenn Sie weitere Fragen zur Zugänglichkeit der Veranstaltung haben, melden Sie sich gerne per E-Mail bei uns. Wir bemühen uns, die Veranstaltung so zugänglich wie möglich zu gestalten!
Ausgabe der Namensschilder: nur bis 11:50 Uhr – bitte seien Sie frühzeitig und pünktlich vor Ort, damit ein reibungsloser Ablauf gewährleistet ist.
Erfrischungen nach dem Programm:
Im Anschluss an den Empfang gibt es bei kühlen Getränken an der Bar Raum für Austausch. Bitte beachten: Es ist nur Barzahlung möglich!
Wir freuen uns riesig, wenn Sie die Durchführung der Veranstaltung mit einer Spende ("Veranstaltungen") unterstützen.
Anmeldung zum CSD-Empfang 2026:
Bewegendes Gedenken an die queeren Opfer der NS-Zeit 2026
Wie jedes Jahr luden die Landesverbände Queeres Netzwerk NRW, LSVD+ NRW und Netzwerk Geschlechtliche Vielfalt Trans* NRW mit der ARCUS-Stiftung auch 2026 anlässlich des Holocaust-Gedenktags am 27. Januar zum Gedenken an die queeren Opfer des Nationalsozialismus am Mahnmal „totgeschlagen – totgeschwiegen“ ein.
Trotz regnerischen Wetters fanden sich knapp 150 Menschen ein, um mit einer Schweigeminute und Blumenniederlegung im Rahmen des Gedenkens ein kraftvolles Signal gegen Ausgrenzung, Hass und Gewalt in unserer Gesellschaft zu senden. Auch der WDR war dieses Mal mit einem Kamerateam präsent und zeichnete die Versammlung für die Sendung Lokalzeitauf.
In der diesjährigen Gedenkrede betonte Bürgermeisterin Maria Helmis-Arend die Bedeutung der Anerkennung aller Opfergruppen des Nationalsozialismus. Demokratische Erinnerungsarbeit sei angesichts eines erstarkenden Rechtsextremismus und wachsender Hasskriminalität gegen queere Menschen und andere marginalisierte Gruppen besonders dringlich: „Wer die Demokratie schützen will, muss ihre Grundlagen ernst nehmen. Und dazu gehört die Anerkennung derer, die zu lange am Rand standen. Gedenkarbeit muss daher als demokratische Praxis definiert werden. Sie schafft Öffentlichkeit – für das, was zu oft unsichtbar blieb. Und sie stiftet Vertrauen – in einen Staat, der aus seiner Geschichte lernt.“
Das Gedenken wurde wieder musikalisch umrahmt vom Chor der Zauberflöten, die auch als Paten des Mahnmals fungieren.
Ein großer Dank gilt zudem den zahlreichen Teilnehmenden, die sich trotz Nässe und Kälte für eine würdevolle und bewegende Gedenkveranstaltung zusammengefunden haben.
Jubiläumsempfang: 25 Jahre SCHLAU NRW
25 Jahre SCHLAU NRWsind Grund zum Feiern! Am 10. Oktober ab 16 Uhr lädt das SCHLAU NRW-Team zum großen Jubiläumsempfang im Kulturbunker in Köln Mülheim ein.
Seit einem Vierteljahrhundert gestaltet das SCHLAUe Netzwerk Bildungs- und Begegnungsräume zu geschlechtlicher, romantischer und sexueller Vielfalt. In Zeiten steigender Queerfeindlichkeit ist diese Arbeit und deren Sichtbarkeit wichtiger denn je. Gemeinsam mit den SCHLAU Teamenden, Vertretungen aus der Politik und Kooperationspartner*innen möchte SCHLAU NRW auf die Ursprünge der SCHLAUen Bildungsarbeit zurückblicken.
Leni Bolt führt durch das Programm, in dem die Professionalisierung des SCHLAU-Projekts zu einem starken landes- und bundesweit aktiven Netzwerk nachgezeichnet und ein bestärkender Blick in die Zukunft gewagt wird.
Abgerundet wird der Empfang durch eine Keynote zu Queerness & Schulesowie Grußworten und einer Podiumsdiskussion. Danach wird es einen entspannten gemeinsamen Ausklang des Abends geben. Für alkoholfreie Getränke und einen kleinen Imbiss wird gesorgt.
Ihr möchtet teilnehmen? Hier geht es zur Anmeldung.
Kompassnadel 2025 geht an den SC Janus
Mit großer Freude verkünden wir, dass der SC Janus aus Köln – Europas ältester und größter queerer Sportverein – mit der Kompassnadel 2025 ausgezeichnet wird.
Gewürdigt wird der SC Janus für seine Pionierrolle in einer nach wie vor heteronormativ geprägten Sportwelt: seit nunmehr 45 Jahren lebt der queere Verein Sport als verbindende Gemeinschaftsaktivität vor und fördert diskriminierungsfreie Räume innerhalb der queeren Community.
Die feierliche Preisverleihung findet am 5. Juli 2025 zwischen 12:00-14:30 Uhr im Rahmen des CSD-Empfangs im Maritim Hotel Köln statt. Ihr könnt hier für den CSD-Empfang anmelden.
SC Janus
Der SC Janus e.V. ist Europas ältester und größter queerer Sportverein. Er bewegt Köln nun seit über 45 Jahren: mit einem vielfältigen Trainingsangebot mit 90 Sportangeboten aus über 45 Sportarten an sieben Tagen die Woche, Ligabetrieb, zahlreichen nationalen und internationalen Sportturnieren und politischem Engagement für mehr als 2.100 Mitglieder ermöglicht er sportliche Erfahrungen in einem diskriminierungsfreien Raum.
Der SC Janus ist nicht nur ein Trainingsort – er ist auch ein sozialer Anker, ein sicherer Hafen und ein Symbol für gelebte Gemeinschaft. Der Verein bringt Menschen zusammen – unabhängig von Herkunft, Geschlecht, Identität oder Alter. Er bietet einen sicheren Raum für Begegnungen, Freundschaften und gegenseitige Unterstützung.
Darüber hinaus engagiert sich der Verein seit über 45 Jahren national und international für mehr Homo- und Transfreundlichkeit, betreibt Aufklärungsarbeit und fördert neben dem Sport Gleichstellung, ein soziales Miteinander, Identifikation und Zugehörigkeit.
Der SC Janus bewegt – für eine vielfältige, bunte und tolerante Gesellschaft, getreu dem Motto: SC Janus – mehr als Sport.
Kompassnadel
Im Rahmen des CSD-Empfangs verleiht das Queere Netzwerk NRW seit 2001 die Kompassnadel an Persönlichkeiten und Organisationen, die sich besonders um die Förderung der gesellschaftlichen Akzeptanz von LSBTIAQ* verdient gemacht haben. Heute ist der Preis eine der bedeutendsten queeren Auszeichnungen im deutschsprachigen Raum. Ursprünglich wurde die Auszeichnung in zwei Kategorien (Ehrenamt und Öffentliches Leben) verliehen, seit einiger Zeit nun wird jährlich nur noch eine Kompassnadel verliehen.
Stellenausschreibung: Studentische Hilfskraft für unsere Geschäftsstelle in Köln
Das Queere Netzwerk NRW ist der landesweite Fach- und Dachverband der LSBTIAQ*-Selbsthilfe mit mehr als 90 Mitgliedsgruppen aus ganz NRW. Wir bieten Vernetzung, Bildung, Beratung und Empowerment zu Themen sexueller und geschlechtlicher Vielfalt für Nordrhein-Westfalen. Wir sind aktiv in der Jugend- und Bildungsarbeit, im (intersektionalen) Empowerment, der Selbsthilfe und bauen gemeinsam mit weiteren Kooperationspartner*innen derzeit die Meldestelle Queerfeindlichkeit auf. Über Veranstaltungen wie den CSD-Empfang Köln, der Preisverleihung Couragierte Lesben (CouLe) oder dem Gedenken am 27. Januar schaffen wir Sichtbarkeit und Räume für queere Themen in NRW.
Wir suchen ab sofort oder später eine engagierte Studentische Hilfskraft für unsere Geschäftsstelle in Köln (d/w/m/offen, 10 Wochenstunden).
Die Stelle ist vorerst bis zum 31.12.2025 befristet. Eine Weiterbeschäftigung ist bei entsprechenden Fördermittelzusagen gewünscht und angestrebt.
Deine Aufgaben sind:
Unterstützung in der digitalen Belegablage (mit der Software Flowwer, Vorkenntnisse sind nicht erforderlich)
Organisatorische Tätigkeiten wie Raumbuchungen, Recherchen, Büroorganisation usw.
Unterstützung der Verwaltung bei der Erstellung von Verwendungsnachweisen
Unterstützung bei der Planung, Durchführung und Nachbereitung von Veranstaltungen wie dem CSD Empfang oder dem Gedenken zum 27. Januar
Du bringst mit:
Interesse an kaufmännischen und administrativen Themen oder erste Erfahrungen
Eigenverantwortliches und strukturiertes Arbeiten
Sensibilität für queere Lebensrealitäten und Themen
Teamfähigkeit und die Lust am Lernen
Wir bieten:
Einen facettenreichen Arbeitsbereich mit großen Gestaltungsfreiräumen
Flexible Arbeitszeitgestaltung
Ein tolles Geschäftsstellenteam im Herzen von Köln
Wir freuen uns auf Deine Bewerbung mit kurzem Motivationsschreiben und Lebenslauf ausschließlich per Mail und bitte in einer einzigen Datei an bewerbung@queeres-netzwerk.nrw.
Angaben zu Geschlecht oder Familienstand sowie das Einsenden eines Fotos werden nicht erwartet. Bewerbungen werden direkt nach Eingang bearbeitet und ggf. zu einem Bewerbungsgespräch eingeladen.
Es ist uns ein besonderes Anliegen, viele Perspektiven in unsere Arbeit mit einzubeziehen und Diskriminierungen entgegenzuwirken. Wir laden Personen mit mehrdimensionalen Positionierungen und biografischem Bezug zum Thema daher besonders zur Bewerbung ein.
Gedenken an die queeren Opfer der NS-Zeit am Holocaust-Gedenktag 2025
Am 27. Januar (Holocaust-Gedenktag) gedachten wir der queeren Opfer des Nationalsozialismus. Über 150 Menschen fanden sich zusammen, um am Mahnmal „totgeschlagen – totgeschwiegen“ in Köln Blumen nieder- und eine gemeinsame Schweigeminute einzulegen.
Birgit Bungarten (Queeres Netzwerk NRW) kritisierte in ihrer Begrüßungsrede die aktuelle Rhetorik im Bundestagswahlkampf und mahnte vor dem wachsenden Rechtsextremismus: „Mit der Geschichte, die wir heute wachhalten, wird von einigen politischen Vertreter*innen ein allzu leichtfertiges, verantwortungsloses und gefährliches Spiel gespielt …“
Die Gedenkrede hielt Martin Sölle vom Centrum Schwule Geschichte. Er dankte denjenigen, die unermüdlich die Erinnerung wachhalten und appellierte zum Widerstand gegen Demokratiefeind*innen: „Wir müssen offensiv und argumentativ solchen Parolen entgegen treten, auftreten gegen queerfeindliche Hetze und erst recht gegen queerfeindliche Übergriffe!“
Videodokumentation: CSD-Empfang 2024 und Verleihung der Kompassnadel an Carolin Emcke
Wir sind noch immer ganz berauscht vom CSD-Empfang am Pride-Weekend in Köln. Es wurde im wahrsten Sinne des Wortes ein Rekord gebrochen: Über 1000 (!) Gäste aus Mitgliedsorganisationen, kooperierenden Verbänden, aus Politik, Wirtschaft, Medien und Kultur wohnten der Show am 20. Juli bei. Unter dem Motto „Aufrecht, kämpferisch und solidarisch bleiben!“ wurden nicht nur energische Forderungen an die Politik gestellt, sondern auch unterhaltsame Live-Acts aufgeführt. Krönender Abschluss war die fulminante Dankesrede der diesjährigen Kompassnadel-Preisträgerin Carolin Emcke.
Der CSD-Empfang wurde gemeinsam mit der Aidshilfe NRW durchgeführt.
Ihr möchtet die wichtigsten und schönsten Momente des Empfangs noch einmal durchleben? Schaut gerne rein in unsere Videodokumentation mit den Highlights des Empfangs auf YouTube:
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