Appell des Queeren Netzwerks NRW: Kommunalpolitik auch für queere Menschen!
Das Queere Netzwerk NRW hat im Zuge steigender Queerfeindlichkeit und Rechtsruck einen Appell an die demokratische Kommunalpolitik veröffentlicht. In diesem formuliert sind Forderungen, safer spaces für LSBTIAQ* besser zu schützen sowie Sensibilisierungs- und Präventivmaßnahmen gegen Queerfeindlichkeit umzusetzen. Dies ist auch vor dem Hintergrund des rechtsextremen Angriffs auf das Queere Zentrum in Mönchengladbach von erschreckender Aktualität.
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Patrick Orth (Vorstand Queeres Netzwerk NRW) betont: „Seit den Kommunalwahlen im letzten Jahr richtet sich unser Blick noch stärker auf die Kommunen. Letztlich entscheidet sich ja hier, ob queere Bürger*innen frei und gleichberechtigt leben können. Wir haben daher Kontakt zu den kommunalen Spitzenverbänden aufgenommen und diesen Appell an die demokratische Kommunalpolitik veröffentlicht. Unsere Botschaft: Es gibt keine Demokratie ohne Gewaltschutz und Antidiskriminierung!“
Stellungnahme zum rechtsextremen Angriff auf das Queere Zentrum in Mönchengladbach
Hakenkreuzschmierereien, Sachbeschädigung und Bedrohungen – über Nacht vom 14.04. auf den 15.04.2026 wurde „Queers an der Niers e. V.“, das Queere Zentrum Mönchengladbach, das Ziel von Vandalismus. Als Queeres Netzwerk NRW verurteilen wir diesen rechtsextremen Angriff. Er ist ein trauriger Beleg dafür wie sehr der Hass und die queerfeindliche Hetze rechtsextremer Akteur*innen verfangen und schlussendlich zu gewaltvollen Taten werden. Solche Angriffe wollen nicht einfach nur einschüchtern, sondern Vielfalt grundsätzlich verdrängen.
„Der Angriff auf das Queere Zentrum in Mönchengladbach bestätigt erneut die Zunahme queerfeindlicher Gewalt in unserer Gesellschaft. Rechtsextreme agieren dabei nicht mehr nur mit Worten, sondern auch mit direkter Gewalt. Unsere volle Solidarität gilt den Betroffenen. Von der Kommunal- und Landespolitik erwarten wir endlich ein entschlossenes und wirksames Vorgehen gegen Queerfeindlichkeit.“, so Laura Becker, Vorstandssprecherin des Queeren Netzwerks NRW.
Es benötigt dringend weitere Maßnahmen zum Schutz vor und zur Prävention von Queerfeindlichkeit. Dazu gehören LSBTIAQ*-Beauftragte in allen Kommunen, landesweite Akzeptanzkampagnen, Stärkung der Meldestellen, Sensibilisierung der Polizei sowie eine unmissverständliche und öffentliche Verurteilung von Hass und Gewalt gegen LSBTIAQ*. Wir fordern sowohl die Politik als auch die Zivil- und Mehrheitsgesellschaft dazu auf, eng zusammenzurücken und sich dem Hass entgegenzustellen: Verurteilt Gewalt und zeigt sichtbar Haltung für demokratische Werte und eine offene Gesellschaft.
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- Pressemitteilung von Queers an der Niers e. V. – Queeres Zentrum Mönchengladbach: „Angriff auf unser Zentrum: Wir lassen uns nicht einschüchtern“
Neue Broschüre: „Queere Kommunalpolitik – Ein Leitfaden für Städte und Gemeinden in NRW“
Ob in Schulen, Vereinen oder in Behörden – Kommunalpolitik kann entscheidend dazu beitragen, dass LSBTIAQ*-Personen im Alltag gestärkt und sichtbar unterstützt werden. Mit „Queere Kommunalpolitik – Ein Leitfaden für Städte und Gemeinden in NRW“ veröffentlicht das Queere Netzwerk NRW eine Broschüre, die praxisnahe Anregungen in 17 Handlungsbereichen von Schutzräumen über Familie bis hin zu Sport und Kultur für eine queerfreundliche Kommunalpolitik liefert. Die vorgeschlagenen Maßnahmen können als einzelne Maßnahmen oder umfassend als kommunaler Aktionsplan LSBTIAQ* umgesetzt werden. Die Impulse zeigen, wie Vielfalt konkret gefördert und die Sicherheit queerer Menschen besser gewährleistet werden kann.
„Ob queere Menschen im Alltag gleichberechtigt und angstfrei leben können, entscheidet sich direkt vor Ort. In den Kommunen wird Vielfalt gelebt – oder ausgebremst! Dort zeigt sich, ob Politik den Mut hat, für Akzeptanz einzustehen und queeres Leben sichtbar zu machen. Darum braucht es eine klare Haltung und engagierte queere Kommunalpolitik.“ Heike Kivelitz (Vorstand Queeres Netzwerk NRW)
Die Broschüre kann ab heute für Adressen in NRW kostenfrei im Online-Shop des Queeren Netzwerks NRW bestellt werden.
„Wähl Liebe“: Kampagne zu den Kommunalwahlen NRW 2025
Am 14. September 2025 stehen die Kommunalwahlen in Nordrhein-Westfalen an: Alle Wählenden haben es in der Hand, mit ihrem Kreuz auf dem Wahlzettel zu beeinflussen, wie es für unsere Städte und Gemeinden weitergeht! Gerade in Zeiten, in denen antidemokratische Kräfte an den Grundfesten unserer Demokratie rütteln, sind Stimmen für demokratische Parteien wichtiger denn je.
Um zur Wahl demokratischer Parteien aufzurufen, hat das Queere Netzwerk NRW mit Unterstützung des CSD Deutschland die Social Media Kampagne WÄHL LIEBE ins Leben gerufen: Mit einer Vielzahl an Kacheln können alle, die wollen, sich an der Kampagne beteiligen und die Kampagnenmotive auf Facebook oder Instagram posten. Das Social Media-Paket steht unten frei zum Download zur Verfügung.
Verwendet auch gerne unsere digitale Handreichung mit queeren Impulsen zur Kommunalwahl, die euch Anregungen und hilfreiche Tipps gibt, wie und welche Forderungen ihr für eine queerfreundlichere Kommunalpolitik stellen könnt.
Lasst uns das Netz gemeinsam bunt machen und Vielfalt stärken!
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