Bewegendes Gedenken an die queeren Opfer der NS-Zeit 2026

Wie jedes Jahr luden die Landesverbände Queeres Netzwerk NRW, LSVD+ NRW und Netzwerk Geschlechtliche Vielfalt Trans* NRW mit der ARCUS-Stiftung auch 2026 anlässlich des Holocaust-Gedenktags am 27. Januar zum Gedenken an die queeren Opfer des Nationalsozialismus am Mahnmal „totgeschlagen – totgeschwiegen“ ein.

Trotz regnerischen Wetters fanden sich knapp 150 Menschen ein, um mit einer Schweigeminute und Blumenniederlegung im Rahmen des Gedenkens ein kraftvolles Signal gegen Ausgrenzung, Hass und Gewalt in unserer Gesellschaft zu senden. Auch der WDR war dieses Mal mit einem Kamerateam präsent und zeichnete die Versammlung für die Sendung Lokalzeit auf.

In der diesjährigen Gedenkrede betonte Bürgermeisterin Maria Helmis-Arend die Bedeutung der Anerkennung aller Opfergruppen des Nationalsozialismus. Demokratische Erinnerungsarbeit sei angesichts eines erstarkenden Rechtsextremismus und wachsender Hasskriminalität gegen queere Menschen und andere marginalisierte Gruppen besonders dringlich: „Wer die Demokratie schützen will, muss ihre Grundlagen ernst nehmen. Und dazu gehört die Anerkennung derer, die zu lange am Rand standen. Gedenkarbeit muss daher als demokratische Praxis definiert werden. Sie schafft Öffentlichkeit – für das, was zu oft unsichtbar blieb. Und sie stiftet Vertrauen – in einen Staat, der aus seiner Geschichte lernt.“

Das Gedenken wurde wieder musikalisch umrahmt vom Chor der Zauberflöten, die auch als Paten des Mahnmals fungieren.

Ein großer Dank gilt zudem den zahlreichen Teilnehmenden, die sich trotz Nässe und Kälte für eine würdevolle und bewegende Gedenkveranstaltung zusammengefunden haben.