Stellenausschreibung: Studentische Hilfskraft für MIQ NRW

Das Queere Netzwerk NRW ist der landesweite Fach- und Dachverband der LSBTIAQ*-Selbsthilfe mit mehr als 120 Mitgliedsgruppen aus ganz NRW. Wir bieten Vernetzung, Bildung, Beratung und Empowerment zu Themen sexueller und geschlechtlicher Vielfalt für Nordrhein-Westfalen. Wir sind aktiv in der Jugend- und Bildungsarbeit, im (intersektionalen) Empowerment, der Selbsthilfe und betreiben die Melde- und Informationsstelle Queerfeindlichkeit MIQ NRW.

Die Melde- und Informationsstelle Queerfeindlichkeit ist ein Kooperationsprojekt des rubicon e.V., LSVD+ NRW und Queeres Netzwerk NRW und wird durch eine gemeinsame Steuerungsgruppe der Kooperationspartner*innen fachlich koordiniert. Über die Meldestelle können Diskriminierungserfahrungen in NRW anonym gemeldet werden, um das Dunkelfeld queerfeindlicher Gewalt zu erhellen. Wir arbeiten außerdem eng mit den Meldestellen MEDAR, DINA und MIRa zusammen, die unterschiedliche Formen von Rassismus fokussieren.

Wir suchen ab sofort oder später eine engagierte Studentische Hilfskraft (d/w/m/offen, 10 Wochenstunden). Die Stelle ist vorerst bis zum 31.12.2026 befristet. Eine Weiterbeschäftigung ist bei entsprechenden Fördermittelzusagen gewünscht und angestrebt.

Deine Aufgaben:

Du bringst mit:

Wir bieten:

Wir freuen uns auf Deine Bewerbung mit kurzem Motivationsschreiben und Lebenslauf ausschließlich per Mail und bitte in einer einzigen Datei an bewerbung@queeres-netzwerk.nrw. Angaben zu Geschlecht oder Familienstand sowie das Einsenden eines Fotos werden nicht erwartet. Bewerbungen werden direkt nach Eingang bearbeitet und ggf. zu einem Bewerbungsgespräch eingeladen.

Es ist uns ein besonderes Anliegen, viele Perspektiven in unsere Arbeit mit einzubeziehen und Diskriminierungen entgegenzuwirken. Wir laden Personen mit mehrdimensionalen Positionierungen und biografischem Bezug zum Thema daher besonders zur Bewerbung ein.

Ansprechperson: Ronja Maier (keine Pronomen), Melde- und Informationsstelle Queerfeindlichkeit, Kontakt: info@miq.nrw

Jahresbericht MIQ NRW: Lagebild Queerfeindlichkeit NRW 2025

Die Melde- und Informationsstelle Queerfeindlichkeit (MIQ NRW) wirft mit ihrem ersten Jahresbericht für das Jahr 2025 einen ersten Lichtkegel auf das große Dunkelfeld im Bereich Queerfeindlichkeit in Nordrhein-Westfalen.

Seitdem MIQ NRW am 17. März 2025 gestartet ist, sind für das Kalenderjahr 2025 insgesamt 258 queerfeindliche Vorfällen in NRW gemeldet und ausgewertet worden. Hierzu zählen sowohl strafrechtlich relevante Vorfälle als auch Vorfälle unterhalb der Strafbarkeitsgrenze.

Die eingegangenen Meldungen decken ein weites Spektrum an Queerfeindlichkeit ab, das beispielsweise von Diebstahl oder Vandalismus bei queeren Symbolen über subtile Formen von Diskriminierung wie Mikroaggressionen bis hin zu Beleidigungen, Drohungen oder physischer Gewalt reicht. 196 (76 %) dieser Meldungen sind von Betroffenen getätigt worden, 42 (16 %) von Zeug*innen und 20 (8 %) von Organisationen. Zusätzlich gab es insgesamt 30 Angriffs- und Hassmeldungen auf MIQ NRW selbst.

Knapp zwei Drittel (64 %) der gemeldeten Vorfälle werden Belästigungen zugeordnet, zum Beispiel Anfeindungen, Beleidigungen, Erniedrigungen und/oder Mobbing. Darüber hinaus wurden auch Vorfälle über physische Gewalt wie Körperverletzung und Sachbeschädigung, aber auch subtile Formen von Diskriminierung und die Verwehrung von Rechten auf strukturellen und institutionellen Ebenen gemeldet: dazu zählen etwa Lächerlich machen, Ansprache mit dem falschen Pronomen oder mit dem Deadname sowie verwehrte Zugänge zum Wohnungsmarkt oder zu Toiletten. Mehr als ein Fünftel aller Vorfälle (56 Vorfälle, 22 %) beinhaltet Mehrfachdiskriminierung, also neben Queerfeindlichkeit auch Überschneidungen beispielsweise mit Rassismus, Sexismus oder Frauenfeindlichkeit. Die Lebensbereiche, in denen Queerfeindlichkeit am häufigsten registriert wurde, sind der öffentliche Raum (111 Vorfälle, 43 %), Bildungseinrichtungen (31 Vorfälle, 12 %), der Einzelhandel- oder Dienstleistungssektor (25 Vorfälle, 10 %) sowie digitale Räume (23 Vorfälle, 9 %). Teilweise haben Meldende auch mehrere Lebensbereiche angegeben, sodass sie sich in manchen Fällen überschneiden können.

Aus den getätigten Meldungen kristallisieren sich ähnliche Erkenntnisse heraus, wie sie bereits die 2025 veröffentlichte Lebenslagenstudie „Queer durch NRW“ des Landes Nordrhein-Westfalen feststellte: so sind etwa Menschen, die trans* und/oder nichtbinär (94 der 196 selbstbetroffenen Meldenden, 48 %) sind, überproportional von Diskriminierung und Übergriffen betroffen. Trans*- und Schwulenfeindlichkeit sind mit jeweils 35 % die häufigsten gemeldeten Formen von Queerfeindlichkeit. Zudem geht aus den Meldungen hervor, dass von Betroffenen und Zeug*innen nur ein Zehntel (11 %) die Vorfälle bei der Polizei melden und sogar nur knapp 4 % Beratungsstellen aufsuchen. MIQ NRW gelingt es also, Diskriminierung zu erfassen, die in Statistiken bisher keinen Eingang gefunden hat.

Die Auswirkungen von Queerfeindlichkeit sind gravierend. Knapp 39 % der Betroffenen berichten von Angst, Ohnmachts- und Minderwertigkeitsgefühlen und Hilflosigkeit. Auf Basis der ausgewerteten Meldungen hat MIQ NRW Handlungsempfehlungen für die Politik abgeleitet, mit welchen Mitteln Queerfeindlichkeit bekämpft und queere Communities sowohl besser geschützt als auch gestärkt werden können. Denn die gesellschaftliche Akzeptanz von queeren Menschen ist essenziell für eine funktionierende Demokratie.

„Die von MIQ NRW veröffentlichten Zahlen bestätigen, was queere Menschen seit Jahren wissen: Queerfeindlichkeit richtet massiven Schaden an. Der Bericht untermauert die Dringlichkeit von Präventions- und Schutzmaßnahmen für queere und insbesondere trans*, inter* und nichtbinäre Menschen. Die politische Zögerlichkeit bei der Bekämpfung von Queerfeindlichkeit ist nicht hinnehmbar.“ Vorstand Queeres Netzwerk NRW

Der vollständige Jahresbericht 2025 der Melde- und Informationsstelle Queerfeindlichkeit MIQ NRW steht ab jetzt in digitaler Form im Shop des Queeren Netzwerks NRW zum kostenfreien Download bereit.

Stellungnahme zum rechtsextremen Angriff auf das Queere Zentrum in Mönchengladbach

Hakenkreuzschmierereien, Sachbeschädigung und Bedrohungen – über Nacht vom 14.04. auf den 15.04.2026 wurde „Queers an der Niers e. V.“, das Queere Zentrum Mönchengladbach, das Ziel von Vandalismus. Als Queeres Netzwerk NRW verurteilen wir diesen rechtsextremen Angriff. Er ist ein trauriger Beleg dafür wie sehr der Hass und die queerfeindliche Hetze rechtsextremer Akteur*innen verfangen und schlussendlich zu gewaltvollen Taten werden. Solche Angriffe wollen nicht einfach nur einschüchtern, sondern Vielfalt grundsätzlich verdrängen.

„Der Angriff auf das Queere Zentrum in Mönchengladbach bestätigt erneut die Zunahme queerfeindlicher Gewalt in unserer Gesellschaft. Rechtsextreme agieren dabei nicht mehr nur mit Worten, sondern auch mit direkter Gewalt. Unsere volle Solidarität gilt den Betroffenen. Von der Kommunal- und Landespolitik erwarten wir endlich ein entschlossenes und wirksames Vorgehen gegen Queerfeindlichkeit.“, so Laura Becker, Vorstandssprecherin des Queeren Netzwerks NRW.

Es benötigt dringend weitere Maßnahmen zum Schutz vor und zur Prävention von Queerfeindlichkeit. Dazu gehören LSBTIAQ*-Beauftragte in allen Kommunen, landesweite Akzeptanzkampagnen, Stärkung der Meldestellen, Sensibilisierung der Polizei sowie eine unmissverständliche und öffentliche Verurteilung von Hass und Gewalt gegen LSBTIAQ*. Wir fordern sowohl die Politik als auch die Zivil- und Mehrheitsgesellschaft dazu auf, eng zusammenzurücken und sich dem Hass entgegenzustellen: Verurteilt Gewalt und zeigt sichtbar Haltung für demokratische Werte und eine offene Gesellschaft.

Downloads

Stellenausschreibung: Referent*in Melde- und Informationsstelle Queerfeindlichkeit NRW

Das Queere Netzwerk NRW e.V. ist der landesweite Fach- und Dachverband der LSBTIAQ*-Selbsthilfe mit mehr als 90 Mitgliedsgruppen aus ganz NRW. Wir bieten Vernetzung, Bildung, Beratung und Empowerment zu Themen sexueller und geschlechtlicher Vielfalt für Nordrhein-Westfalen. Wir sind Träger der Fachstellen Queere Jugend NRW, SCHLAU NRW, #MehrAlsQueer, Landeskoordination Trans*, Landeskoordination Inter*, Regenbogenfamilien NRW, der Melde- und Informationsstelle Queerfeindlichkeit, der Landeskampagne ANDERS&GLEICH sowie Q_munity und trans*sensibel um. In unseren Geschäftsstellen in Köln und Düsseldorf sind aktuell 32 Mitarbeitende beschäftigt.

Die Melde- und Informationsstelle Queerfeindlichkeit NRW ist ein Kooperationsprojekt des rubicon e.V., Lesben und Schwulenverband NRW (LSVD+), Netzwerk Geschlechtliche Vielfalt Trans* NRW (NGVT*) und Queeres Netzwerk NRW und wird durch eine gemeinsame Steuerungsgruppe der Kooperationspartner*innen fachlich koordiniert. Dienstort für die Stelleninhaber*innen ist die Geschäftsstelle des Queeren Netzwerks NRW in Köln. Die Meldestelle verfügt über zwei Referent*innen, wobei eine Stelle bereits besetzt ist.

Wir suchen zum 1. Januar 2026 oder später eine*n engagierte*n Referent*in Melde- und Informationsstelle Queerfeindlichkeit NRW (d/w/m/offen, 80%-90%, unbefristet).

Deine Aufgaben sind:

Du bringst mit:

Wir bieten:

Wir freuen uns auf Deine Bewerbung mit aussagekräftigem Motivationsschreiben und Lebenslauf
bis zum 04.11.2025 ausschließlich per Mail und bitte in einer einzigen Datei an:
bewerbung@queeres-netzwerk.nrw. Angaben zum Familienstand sowie das Einsenden eines Fotos werden nicht erwartet.

Uns ist es ein Anliegen, viele Perspektiven in unsere Arbeit mit einzubeziehen und Diskriminierungen entgegenzuwirken. Wir laden Personen mit mehrdimensionalen Positionierungen daher sehr zur Bewerbung ein. Besonders freuen wir uns über Bewerbungen von Menschen, die sich als trans*, inter*, non-binär oder als Queer of color bezeichnen.

Die Bewerbungsgespräche finden voraussichtlich in der Kalenderwoche 46 in Köln statt.

Ansprechpersonen:
Benjamin Kinkel (Pronomen: er), Geschäftsführung Queeres Netzwerk NRW
(kinkel@queeres-netzwerk.nrw)
Ronja Maier (kein Pronomen), Referent*in MIQ NRW (info@miq.nrw)

"Aufrecht, kämpferisch und solidarisch bleiben!" Ein legendärer CSD-Empfang 2024

Köln, 20. Juli 2024 – Große Erfolge wie die Verabschiedung des Selbstbestimmungsgesetzes kaschieren nicht, dass die Queerfeindlichkeit in der Gesellschaft ein erschreckendes Ausmaß angenommen hat und eine feindselige Politik von rechts unsere Demokratie bedroht!

Anlässlich des CSD-Empfangs 2024 des Queeren Netzwerks NRW und der Aidshilfe NRW mahnten die Vorstände beider Verbände vor der gesellschaftlichen Polarisierung und verurteilten die vermehrten Attacken gegen Politikerinnen und Ehrenamtliche. Gerade jetzt müssten Sicherheiten geschaffen werden: So etwa Nachbesserungen des jüngst verabschiedeten Selbstbestimmungsgesetzes, den Schutz queerer Menschen durch das Grundgesetz sowie eine Aktualisierung des Abstammungsrechts für Regenbogenfamilien. Hier sowie beim Erhalt queerer Arbeit, Initiativen und Strukturen sei die Politik gefragt! Diese Forderungen verbanden sie mit einem Appell für mehr Zusammenhalt und empowernden Worten des Dankes an alle, die sich tagtäglich politisch, aktivistisch und gemeinnützig engagieren. Über 1000 Gäste – so viele wie nie zuvor – wohnten der Veranstaltung im Kölner Maritim Hotel, deren Höhepunkt die Verleihung der KOMPASSNADEL an Publizistin Carolin Emcke war, bei.

Laura Becker, Vorstandssprecherin des Queeren Netzwerks NRW, verwies auf die gestiegene Queerfeindlichkeit in der Gesellschaft und in Schulen: „Die verbale Gewalt hat inzwischen ein Ausmaß angenommen, das mich erschüttert und wütend macht. Mittlerweile scheint früher Unsagbares sagbar zu sein, „wertes“ und „unwertes“ Leben werden unterschieden. Dies wird von rechten Ideolog*innen oder religiösen Fundamentalist*innen konsequent vorangetrieben, so dass es selbst die Jüngsten über die sogenannten „sozialen“ Medien erreicht, über Schulhöfe verbreitet wird und die Weltbilder von Minderjährigen prägt. Wir alle wissen, dass aus Worten irgendwann Taten werden können.“

Angesichts dieses Stimmungsbildes beklagte auch Arne Kayser Missstände in der Politik, fand aber auch kämpferisch-zuversichtliche Worte an die Communities: „Ich habe oft keine Lust mehr auf Geduld! Wir kämpfen, kämpfen, kämpfen und inzwischen geht mir immer öfter die Luft aus. Umso begeisterter bin ich von der Power und der Ausdauer vieler, vieler Mitstreiterinnen in unseren Communities und viele davon sind ja heute hier! Ein großer Dank an alle hier im Saal, die nicht müde werden, in ihrem Bereich unendlich viel zu leisten, für Andere etwas zu gestalten und zu ermöglichen, Andere zu überzeugen und auf unsere Seite zu holen! Wenn ich mich hier umsehe, wird mir bewusst, dass wir noch nicht am Ende sind, dass wir noch genug Puste haben und dass die Gesellschaft weiter mit uns rechnen muss!“

Großes Highlight des Empfangs war die Verleihung der Kompassnadel als Auszeichnung für herausragendes queeres Engagement. Ausgezeichnet wurde in diesem Jahr die Publizistin Carolin Emcke. Sie erhielt den Preis für ihr langjähriges gesellschaftliches Engagement für die Akzeptanz von queeren Menschen, für ihre stetige Sichtbarkeit, ihren großen Mut und ihre klare Haltung.

Die Laudatio auf die Preisträgerin hielt Sven Lehmann, Beauftragter der Bundesregierung für die Akzeptanz sexueller und geschlechtlicher Vielfalt (Queer-Beauftragter).

Unter den Gästen befanden sich auch zahlreiche Vertretende queerer Nichtregierungsorganisationen und Communities in NRW sowie Verbündete aus Zivilgesellschaft und Politik, darunter Claudia Roth, Staatsministerin für Kultur und Medien.

Pressematerial

Pressestimmen

Stellenausschreibung: Referent*in Meldestelle Queerfeindlichkeit

Die durch das MKJFGFI geförderte Meldestelle Queerfeindlichkeit soll für NRW ein niedrigschwelliges und flächendeckendes Angebot zur Meldung von queerbezogener Diskriminierung und queerfeindlicher Gewalt schaffen. Aktuell befindet sich die Meldestelle noch in der Aufbauphase. Ab Frühjahr 2024 soll dann der Meldebetrieb aufgenommen werden.

Die Meldestelle Queerfeindlichkeit ist ein Kooperationsprojekt des rubicon e.V., Lesben und Schwulenverband NRW (LSVD), Netzwerk Geschlechtliche Vielfalt Trans* NRW (NGVT) und Queeres Netzwerk NRW und wird durch eine gemeinsame Steuerungsgruppe der Kooperationspartnerinnen fachlich koordiniert. Dienstort für die Stelleninhaberinnen ist die Geschäftsstelle des Queeren Netzwerks NRW in Köln. Die Meldestelle verfügt über zwei Referentinnen, wobei eine Stelle bereits besetzt ist.

Das Queere Netzwerk NRW ist der landesweite Fach- und Dachverband der LSBTIAQ-Selbsthilfe mit mehr als 80 Mitgliedsgruppen aus ganz NRW. Wir bieten Vernetzung, Bildung, Beratung und Empowerment zu Themen sexueller und geschlechtlicher Vielfalt für Nordrhein-Westfalen. Wir sind Träger der Fachstellen Queere Jugend NRW, SCHLAU NRW, #MehrAlsQueer, Landeskoordination Trans, Landeskoordination Inter, Regenbogenfamilien NRW und der Meldestelle Queerfeindlichkeit. Außerdem setzen wir die Projekte Q_munity, transsensibel und lsbtiqa*inklusiv um.

Wir suchen zum 01.02.2024 oder später eine*n Referent*in Meldestelle Queerfeindlichkeit
d/w/m/offen (Stellenumfang: 75%).

Ihre Aufgaben sind:

● Konzeption und Aufbau der Meldestelle Queerfeindlichkeit mit dem fachlichen Schwerpunkt: Zusammenarbeit mit Beratungsstellen in NRW und Netzwerkarbeit
● Konzeptionelle Ausarbeitung des Verweisberatungsangebots für Betroffene
● Erstellung von Definitionen von Queerfeindlichkeit und ihrer Codierung in enger Zusammenarbeit mit Expertinnen aus Wissenschaft und Kooperationspartnerinnen
● Regelmäßiger fachlicher Austausch und gemeinsame Absprachen mit weiteren Meldestellen
● Begleitung der technischen Umsetzung und inhaltliche Gestaltung des Webportals
● Organisatorische Koordination der Steuerungsgruppe
● Entwicklung von Kommunikationsstrategien zur Bekanntmachung der Meldestelle

Sie bringen mit:

● Abgeschlossenes Studium oder vergleichbare Qualifikationen
● Erfahrungen in der queeren und intersektionalen Antidiskriminierungsarbeit sowie Kenntnisse über die Lebensrealitäten queerer Menschen und Strukturen, insbesondere auch zu Trans, Inter, Non-Binarität und Inklusion sowie zu geflüchteten oder migrantisierten LSBTIAQ* und Queers of Color
● Erfahrungen im Projektmanagement sowie in der Kommunikation mit unterschiedlichen Zielgruppen und Organisationen, insbesondere auch in den queeren Communities
● Interesse am Thema Queerfeindlichkeit aus intersektionaler Perspektive
● Kenntnisse in der Verwendung und dem Nachweis öffentlicher Mittel
● Bereitschaft zu Dienstreisen sowie zu Wochenend- und Abendarbeit
Stellenausschreibung Meldestelle Queerfeindlichkeit NRW

Wir bieten:

● Vergütung nach TV-L 11 möglich, Einstufung je nach Erfahrung
● Einen facettenreichen Arbeitsbereich mit großen Gestaltungsfreiräumen
● Möglichkeit zu Supervision und Fortbildungen
● Option zum Homeoffice im Rahmen der Geschäftsstellenvereinbarung
● Die Möglichkeit die Meldestelle Queerfeindlichkeit neu aufzubauen und Standards zu setzen
● Ambitionierte Kooperationspartnerinnen, die die Arbeit fachlich begleiten
● Ein tolles Geschäftsstellenteam im Herzen von Köln und Düsseldorf

Die Stelle ist aufgrund förderbezogener Rahmenbedingungen vorerst befristet bis zum 30.04.2024. Eine entfristete Weiterbeschäftigung zur Inbetriebnahme der Meldestelle ist geplant und angestrebt.

Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung mit aussagekräftigem Motivationsschreiben und Lebenslauf bis zum 02.01.2024 ausschließlich per Mail und bitte in einer einzigen Datei an: bewerbung@queeres-netzwerk.nrw.

Angaben zum Familienstand sowie das Einsenden eines Fotos werden nicht erwartet. Uns ist es ein Anliegen, viele Perspektiven in unsere Arbeit mit einzubeziehen und Diskriminierungen entgegenzuwirken. Wir laden Personen mit mehrdimensionalen Positionierungen daher sehr zur Bewerbung ein. Besonders freuen wir uns über Bewerbungen von Menschen, die sich als trans, inter*, non-binär oder als Queer of color bezeichnen.

Die Bewerbungsgespräche finden voraussichtlich in der Kalenderwoche 2 oder 3 in Köln statt.

Ansprechperson:
Benjamin Kinkel (Pronomen: er), Geschäftsführung Queeres Netzwerk NRW e.V. (kinkel@queeres-netzwerk.nrw)