Erster gemeinsamer Frühjahrsempfang der queeren Landesverbände

Im Vorfeld der Landtagswahl luden die queeren NRW-Landesverbände zum ersten gemeinsamen Frühjahrsempfang für Mitglieder, Kooperationspartner*innen und Unterstützer*innen der LSBTIAQ*-Communities. 120 Gäste nahmen die Einladung der LAG Lesben in NRW, des Queeren Netzwerks NRW, des Netzwerks Geschlechtliche Vielfalt Trans* NRW und des LSVD NRW wahr. Eröffnet wurde der Abend des Austauschs u.a. von einem Grußwort von Sven Lehmann, Parlamentarischer Staatssekretär im BMFSFJ und Bundesbeauftragter für die Akzeptanz sexueller und geschlechtlicher Vielfalt.

In ihrer Eröffnungsrede nahmen Laura Becker, Vorstandssprecherin des Queeren Netzwerks NRW, und Frank Bauer, Vorstand des LSVD NRW, die angespannte personelle Lage der Communities, auch vor dem Hintergrund von Fluchtbewegungen aus der Ukraine und pandemiebedingten Beratungsbedarfen in den Blick. Dieser Lage müsse sich auch die kommende Landesregierung stellen, so Becker: „Wir sind Teil einer demokratischen Grundversorgung, die aus NRW nicht mehr wegzudenken ist und die einen essentiellen Beitrag gegen Diskriminierung und Gewalt und für Akzeptanz und Demokratie leisten. Oder Kurz: Liebe Politiker*innen -  Erkennen Sie an, dass wir kein Projekt sind! Sichern Sie die queere Arbeit in NRW finanziell ab.“

Sehr positiv zu bewerten, und gleichzeitig mit eigenen Anforderungen an personelle und finanzielle Ressourcen verbunden, sei dabei der gestiegene Sensibilisierungsbedarf aus Strukturen der Mehrheitsgesellschaft. Die in den vergangenen Jahren deutlich gestiegene Landesförderung für queere Projekte dürfe daher nicht zum Anlass genommen werden, sich auf Erfolgen auszuruhen, so Bauer: „Um einmal ganz deutlich zu sein: Fördermittel zur Sensibilisierung von Regelstrukturen und Mehrheitsgesellschaft sind keine queeren Fördermittel. Wir haben keinen Bedarf. Es sind diese Strukturen, die einen Bedarf haben und die Antidiskriminierung und Menschenrechte endlich konsequent und ernsthaft umsetzen müssen. Wir haben ein Recht darauf.“

Künstlerisch umrahmt wurde der Abend durch einen Beitrag von Poetry Slammerin Paula Höll, die einen Text zu Geschlechterperformance und geschlechtlicher Selbstbestimmung vortrug. Angesichts der aktuellen weltpolitischen Situation riefen die Verbände außerdem zu Spenden für das Bündnis Queere Nothilfe Ukraine (Link) auf, für das im Verlauf des Abends ein Betrag von 284,50€ gesammelt wurde.


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