Das Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration (MKFFI) NRW macht einen wichtigen Schritt und schreibt ein Verfahren zur Einrichtung einer Meldestelle für Queerfeindlichkeit aus. Dieses Vorhaben war in den Jahren zuvor in der gemeinsamen Diskussion von MKFFI und queeren Organisationen im Aktionsplan „Impulse 2020“ entwickelt worden. Zusammen mit dem Queeren Netzwerk NRW e.V. als Projektträger, dem LSVD NRW, dem Netzwerk Geschlechtliche Vielfalt Trans* NRW und dem rubicon e.V. nimmt die LAG Lesben in NRW die Arbeit für die Entwicklung einer „Meldestelle Queerfeindlicheit“ auf. Damit wird in NRW eine empfindliche Lücke gefüllt: Denn es fehlt bislang jede Erhebung zu LGBTIQ-Feindlichkeit als Motiv von Gewalt und Diskriminierungssituationen. Im Sommer 2023 wird die Meldestelle ihre Arbeit aufnehmen. Es ist gut, dass sich die Expertinnen konzentriert mit einem zukunftsfesten Konzept vorbereiten können.
Bemerkenswert ist auch, dass hier die genannten queeren Organisationen gemeinsam ein derartig wichtig Projekt durchführen. Die Meldestelle wird in enger Kooperation und begleitet von einer gemeinsamen Steuerungsgruppen aufgebaut.
Dabei wird die Meldestelle Queerfeindlichkeit Teil eines bundesweit einzigartigen, koordinierten Systems von insgesamt fünf Fachstellen sein: neben dem Bereich der Meldestellen zu Gewalt und Diskriminierung mit Motivlage Antisemitismus wird es in NRW zukünftig Meldestellen zu Antiziganismus, antimuslimischem Rassismus, anti-Schwarzen, anti-asiatischen und anderen Formen von Rassismus geben.



