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Schauspieler*innen von #ActOut mit Kompassnadel 2021 ausgezeichnet

Moderator Oliver Schubert im Kostüm des "Vielfalters"

Live im Netz und vor kleinem Publikum fand heute der CSD-Empfang des Queeren Netzwerks und der Aidshilfe NRW statt. Moderator Oliver Schubert konnte neben den vielen, die die Veranstaltung an den Endgeräten verfolgten, auch ausgewählte Vertreterinnen der Community und Politik sowie zahlreiche Kulturschaffende im FORUM vhs im Museum am Neumarkt begrüßen.


Einen besonderen Charakter erhielt die Veranstaltung durch die Anwesenheit von sieben Schauspielerinnen, die sich mit 178 Kolleginnen im Februar im Magazin der Süddeutschen Zeitung als lesbisch, schwul, bisexuell, queer, nicht-binär oder trans geoutet haben. Lamin Leroy Gibba, Godehard Giese, Heinrich Horwitz, Klaus Nierhoff, Niels Bormann und Bastian Trost nahmen stellvertretend für #ActOut die Kompassnadel des Queeren Netzwerks NRW entgegen.

Die Preisträger*innen v.l.n.r.: Bastian Trost, Niels Bormann, Klaus Nierhoff, Lamin Leroy Gibba, Heinrich Horwitz, Godehard Giese


Arne Kayser, Landesvorsitzender der Aidshilfe NRW, der zuvor auf jüngste Gewalt gegenüber queeren Menschen im Ruhrgebiet und homophobe Äußerungen in der Politik aufmerksam gemacht hatte, bezeichnete die Outing-Kampagne der Schauspielerinnen als hoffnungsvolles Zeichen, dass Gesellschaft sich verändern kann. „Es gibt keine LGBT-freie Zonen, nicht in Polen, nicht in Ungarn, noch an Rhein und Ruhr! Wir sind überall, und überall sollten Menschen die Möglichkeit haben, ohne Angst out zu leben.“

Laura Becker vom Vorstand des Queeren Netzwerks NRW betonte, dass die Community der Gesellschaft und Politik mit viel Selbstverständlichkeit und Selbstbewusstsein begegne. „Wir sind schrill, wir sind in den Augen mancher sonderbar, wir lösen etwas aus und, nein, wir müssen nicht allen gefallen. Aber wenn die Mehrheit der Politik die Gleichstellung von LGBTIQ befürwortet, dann müssen unsere Abgeordneten endlich Taten folgen lassen“, sagte Becker. Das beinhalte ein Selbstbestimmungsgesetz zum Personenstand, die Änderung des Abstammungsgesetzes und Anerkennung von Regenbogenfamilien sowie die Verankerung der sexuellen und geschlechtlichen Identität im Grundgesetz.


Becker sprach sich aber auch gegen Ausgrenzung und fehlende Anerkennung in der eigenen Community aus. „Wir brauchen die Bereitschaft zur sachlichen und respektvollen Auseinandersetzung, Streit und Diskussion gehören zum Aktivismus hinzu.“ Daher verdiene #ActOut die Kompassnadel: „Ihr seid ein super Vorbild für uns alle, dass wir gemeinsam und nur gemeinsam viel erreichen können.“

Die Pressemappe inklusive Vorstandsrede und Rede von #ActOut finden Sie hier zum Download:


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